Christian Klien hatte im japanischen Suzuka schon ganz besondere Erlebnisse

Formel 1 2009

— 30.09.2009

Klien: "Suzuka - ein Rennen zum Wohlfühlen"

Christian Klien über eine "Klassenfahrt" nach Japan und die ganz besondere Herausforderung Suzuka: "Als Formel-1-Pilot muss man es lieben!"

Nach zwei Jahren Pause kehrt die Formel 1 am kommenden Wochenende nach Suzuka zurück. Nicht nur die Einsatzpiloten freuen sich auf die spektakuläre Highspeedstrecke, auch alle anderen Beteiligten bekommen beim Stichwort Suzuka ein Lächeln ins Gesicht. "Es ist kein Zufall, dass sich alle Fahrer darauf freuen. Denn Suzuka muss man als Formel 1-Pilot eigentlich lieben", sagt Christian Klien, Testpilot im BMW Sauber F1 Team.

"Nicht nur wegen der atemberaubenden Strecke mit ihren vielen ultraschnellen Kurven, sondern auch wegen des ganzen Drumherums", erklärt Klien die japanischen Reize. "Wenn man die abenteuerliche Anreise - meist stundenlang mit dem Zug und ohne ein einziges Schild lesen zu können - einmal absolviert hat, findet man sich in einer ganz eigenen Welt wieder. Alle Fahrer wohnen im einzigen Hotel direkt an der Rennstrecke. Dadurch bekommt das ganze rasch einen Schulausflug-Touch."

Klien machte seine ersten Suzuka-Erfahrungen im Jahr 2004 - ein turbulentes Jahr an der japanischen Strecke. "Bei meinem ersten Rennen in Suzuka konnten wir am Samstag keinen Meter fahren, weil ein Taifun über das Land zog. Anstatt sich im Hotelzimmer zu verkriechen - im Fernsehen gab es ohnehin nur japanische Kochsendungen und stundenlang Golf - haben wir alle den ganzen Tag miteinander Bowling und Fußball gespielt."

"Ich fand das als Jüngster damals sehr beeindruckend, dass es doch so eine Kameradschaft geben kann, obwohl man einander auf der Strecke mit dem Messer zwischen den Zähnen bekämpft. Zum Glück waren bei der 'Klassenfahrt' damals keine Lehrer als Aufpasser dabei. Denn irgendwann waren ein paar Feuerlöscher leer. Sie waren gegen unliebsame Gäste eingesetzt worden", lacht der Österreicher. "Und die nächtlichen Karaoke-Sitzungen in den Blockhütten sind ohnedies schon legendär."

"Ich möchte keine Geheimnisse über die Gesangkünste meiner Kollegen preisgeben. Aber Michael Schumacher fehlt der Formel 1 manchmal doch ziemlich", meint Klien über den Rekordweltmeister. "Beeindruckend sind auch die japanischen Rennfans. Wenn am Donnerstag der erste Motor angelassen wird, ist die Haupttribüne bereits halb gefüllt. Und um zehn Uhr abends sitzen immer noch Leute und fotografieren in die Box hinein."

"Teilweise reisen sie um die halbe Welt für ein Autogramm oder stehen tagelang mit ihren Fotobüchern, um am Eingang einen Formel 1-Fahrer zu erwischen. Dafür gebührt ihnen höchster Respekt, denn von dieser Begeisterung lebt unser Sport", sagt der Testpilot. Klien rechnet mit einer starken Leistung des BM Sauber F1 Teams: "Sportlich erwarten wir uns auch ein bisschen mehr als zuletzt. Denn das aerodynamisch komplett überarbeitete Auto sollte in Suzuka seine Stärken erstmals so richtig zeigen."

Fotoquelle: xpb.cc

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