Franz Tost möchte auch 2010 mit seinen aktuellen Piloten weitermachen

Formel 1 2009

— 30.09.2009

Tost: "Wir sind planmäßig unterwegs"

Bei Toro Rosso reiht sich seit Wochen Nullrunde an Nullrunde, doch Franz Tost bleibt gelassen - Auch 2010 mit Sébastien Buemi und Jaime Alguersuari

Toro Rosso startete sensationell in die Saison. Der schweizerische Rookie Sébastien Buemi holte gleich zu Beginn in Australien zwei Punkte, auch der erfahrenere Sébastien Bourdais steuerte einen Zähler bei. Auch in China und Monaco konnte man je einen WM-Punkt holen, doch seither herrscht Flaute. Nachdem man vom A-Team Red Bull neueste Entwicklungen bekam, lief seltsamerweise gar nichts mehr. Von Bourdais trennte man sich, um Red-Bull-Junior Jaime Alguersuari zu fördern.

"Ich erwarte vor allem von Sébastien Buemi noch den einen oder anderen WM-Punkt", stellt Teamchef Franz Tost drei Rennen vor dem Ende der Saison im 'Blick' fest. Der Österreicher macht somit auch klar, dass sich der spanische Neuling Alguersuari ruhig die Zeit zum Lernen nehmen darf. "Den ursprünglichen Plan mit einem erfahrenen Piloten und einem Neuling mussten wir aufgeben, weil Buemi dem Franzosen zu viel Zeit abnahm. Jetzt hat Red Bull das Toro-Rosso-Team wieder zu einer Nachwuchsschule gemacht."

Besonders großen Druck gebe es für die zwei Youngster im Team nicht: "Ich kann mich nur wiederholen: Wir sind weiter planmäßig unterwegs - und das betrifft nicht nur die Resultate." Auch technisch ist man auf einem guten Weg. "Wir konzentrieren und auf das nächste Jahr", meint Tost. Dies war der Grund, warum Technikchef Giogrio Ascanelli nicht in Singapur vor Ort war. Der Italiener stellt derzeit im Werk in Faenza die technischen Weichen für 2010.

"Sébastien Buemi und Jaime Alguersuari werden, wenn es nach mir geht, für uns beim ersten Rennen am 14. März in Bahrain am Start stehen", meint Tost zur Fahrersituation des kommenden Jahres. Die endgültige Entscheidung über die Cockpitbesetzung trifft allerdings nicht der Toro-Rosso-Teamchef, sondern Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz persönlich. Fest steht allerdings, dass sich Tost nachhaltig für einen Verbleib der aktuellen Fahrer aussprechen wird.

"In Monza waren es in einem Training 0,9 Sekunden zwischen Platz 1 und 19. Bei dieser Dichte und Qualität kannst du von unseren zwei Neulingen nicht jedes Mal erwarten, dass sie ganz vorne reinfahren", nimmt Tost seine Piloten in Schutz. "Wenn du zum Beispiel in Monza erstmals mit 350 km/h auf die erste Schikane zufliegst, brauchst du nicht nur Mut. Da ist vor allem Erfahrung gefragt. Und die bekommst du nur mit jedem Kilometer, den du fährst."

Die nötigen Erfahrungen hat vor allem Buemi in den vergangenen Wochen gesammelt. Auch bei einigen Zwischenfällen. "Da werden die Hörner abgestossen, da geht es richtig zur Sache. In solchen Phasen wird der Erfahrungs-Rucksack mit positiven und negativen Erlebnissen für die Zukunft gefüllt", sagt der erfahrene Österreicher über den Reifeprozess des Talents aus der Schweiz.

Tost spart nicht mit Lob: "Sein wichtigster Pluspunkt ist seine ausgezeichnete Grundschnelligkeit. Zudem gefällt mir seine Einstellung zu diesem harten Beruf." Dennoch fehle es Buemi manchmal an der nötigen Gelassenheit. "Schade, dass er sich zu viel selbst unter Druck setzt und zu schnell enttäuscht ist", sagt der Teamchef. "Auch ein Buemi muss akzeptieren, dass der Entwicklungsprozess eines Formel-1-Fahrers drei Jahre dauert."

Fotoquelle: xpb.cc

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