Grünes Licht: Die Formel 1 darf in Hockenheim weiter Gas geben

Formel 1 2009

— 30.09.2009

Hockenheim: Jetzt geht es mit voller Kraft voraus

Der Gemeinderat hat zugestimmt, obwohl das Land Baden-Württemberg noch keine Unterstützung zugesagt hat - Vorverkauf läuft Ende Oktober 2009 an

Der Gemeinderat der Großen Kreisstadt Hockenheim hat gestern am späten Abend dem zwischen der Formula One Association (FOA), dem Oberbürgermeister der Stadt Hockenheim und der Geschäftsführung der Hockenheim-Ring GmbH ausgehandelten Vertrag zugestimmt. Damit ist die Austragung der Formel 1-Rennen auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg von 2010 bis 2018 in zweijährigem Rythmus gesichert.

Nach dem bisherigen Vertrag war mit einem Fehlbetrag im Jahr 2010 in einer Größenordnung von mindestens sechs Millionen Euro gerechnet worden. "Der neue Vertrag gewährleistet nicht nur die Fortsetzung der nun schon fast vier Jahrzehnte währenden Tradition der Formel 1 auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg um eine weitere Dekade, sondern er beinhaltet auch eine finanzielle Übereinkunft, in der die FOA und die Hockenheim-Ring GmbH gemeinsam an den unternehmerischen Chancen und Risiken der Veranstaltung partizipieren", formulieren übereinstimmend Oberbürgermeister Dieter Gummer und die Geschäftsführer Georg Seiler und Dr. Karl- Josef Schmidt.

"Als Vertreter der Stadt Hockenheim war es mir wichtig, den Fehlbetrag in Höhe von mindestens sechs Millionen Euro aus unserem Haushalt herauszubekommen - wir hätten dies einfach nicht finanzieren können", informiert Oberbürgermeister Gummer. Geschäftsführer Schmidt bleibt nun auch die Einbuchung von Drohverlustrückstellungen in der Bilanz erspart: "Wir können nicht nur die bisher gebildeten Drohverlustrückstellungen auflösen, sondern brauchen auch für das Rennen 2010 keine weiteren zu bilden. Dies hat natürlich bedeutende Auswirkungen auf unser Bilanzbild."

Mit dem Doppelbeschluss des Gemeinderates vom 23. Juni 2009 hatte der Gemeinderat den Ausstieg aus dem bisherigen Vertrag angestrebt, aber zugleich den Oberbürgermeister und die Geschäftsführung beauftragt, über mögliche Alternativen weiter zu verhandeln, um die Formel 1 doch noch auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg zu halten. Damit war die Voraussetzung verbunden, für die Hockenheim-Ring GmbH und die Stadt Hockenheim finanzwirtschaftliche Risiken zu vermeiden. Das Verhandlungsergebnis steht mit diesem Beschluss in Einklang.

Das Verhandlungsergebnis wurde in zahlreichen Telefonaten und allein sechs Verhandlungsrunden im Büro der FOA in London in den letzten neun Monaten erzielt. Dabei hat der Vertreter der FOA, Bernie Ecclestone, bestätigt, dass er die langjährige Zusammenarbeit mit der Hockenheim-Ring GmbH und deren besondere Situation würdigt und ihm die Austragung der Formel 1 auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg ein persönliches Anliegen ist. Für die Stadt Hockenheim und die Hockenheim-Ring GmbH war wichtig, ein wirtschaftlich neutrales Ergebnis zu erreichen.

"Wir werden nun mit aller Kraft in die Vorbereitung und Umsetzung gehen und hoffen, dass die Saison 2010 spannend und erfolgreich für das deutsche Team und die deutschen Fahrer verläuft und viele Fans zu einem gelungenen Grand Prix am 25. Juli 2010 auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg beitragen. Der Vorverkauf beginnt noch im Oktober 2009", so Geschäftsführer Seiler.

Zusage des Landes steht noch aus

Unterstützend hilfreich war im Auftrag des Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg Jürgen Hubbert tätig. Dem Land Baden-Württemberg war es bisher noch nicht möglich, eine Unterstützung für den Imageträger Hockenheimring Baden-Württemberg verbindlich zuzusagen. Aus rein sachlichen Gründen musste jedoch eine Entscheidung jetzt getroffen werden. Deshalb geht der Gemeinderat der Stadt Hockenheim davon aus, dass das Land nach Beendigung des Entscheidungsfindungsprozesses eine Lösung zur Unterstützung finden wird.

Aus diesem Grund sieht die Beschlussfassung des Gemeinderates vom gestrigen 29.09.2009 auch folgende Formulierung vor: "Aus den Landtagsfraktionen der CDU, FDP und SPD und der Region haben wir positive Signale zur Unterstützung erhalten. Diese haben uns ermutigt, den Beschluss mit diesen Inhalten zu fassen, in der Erwartung, dass sich sowohl das Land Baden-Württemberg, Dritte, als auch die Region in der bisher diskutierten Größenordnung beteiligen."

"Wir sind froh und dem Gemeinderat auch dankbar, dass er das Ergebnis der monatelangen Bemühungen des Oberbürgermeisters und der Geschäftsführung durch diese Entscheidung gutgeheißen und gewürdigt hat", betonen Oberbürgermeister Gummer und die Geschäftsführer Seiler und Schmidt.

Mit dieser Entscheidung des Gemeinderates hat die Stadt Hockenheim als Teil der Metropolregion die positiven wirtschaftlichen Effekte für die Region und das Automobilland Baden-Württemberg als ein weltweites Aushängeschild bewahrt.

Die Verantwortlichen freuen sich auf die künftigen Formel 1-Veranstaltungen auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg, sind hochzufrieden mit dem Verhandlungsergebnis, setzen nach wie vor auf die Unterstützung des Landes Baden-Württemberg, eventueller Dritter, aber auch der Region und hoffen auf weitere Identifikation der Hockenheimer Bevölkerung mit dieser Premiumveranstaltung.

Fotoquelle: xpb.cc

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