Bestzeit: Jarno Trulli bescherte Toyota ein kleines Geschenk vor dem Qualifying

Formel 1 2009

— 03.10.2009

Drittes Training: Trulli entreißt Buemi die Bestzeit

In letzter Minute entriss Jarno Trulli Sébastien Buemi noch die Bestzeit im dritten Freien Training in Suzuka - Timo Glock wieder im Cockpit

Strahlender Sonnenschein löste zu Beginn des Samstags in Suzuka den bisherigen Regen ab, sodass im dritten Freien Training zum Grand Prix von Japan bei 25 Grad perfekte Bedingungen herrschten. Diese nutzte Jarno Trulli vom heimischen Toyota-Team mit einer Schlussattacke am besten von allen.

Trulli (24 Runden) markierte nach Ablauf der 60 Minuten aus dem Nichts eine Bestzeit von 1:31.709 Minuten und verdrängte damit noch den bis dahin dominanten Schweizer Sébastien Buemi (Toro-Rosso-Ferrari/26 Runden) um 62 Tausendstelsekunden von der Spitze. Buemi drückte der Session eindrucksvoll seinen Stempel auf, legte den Grundstein für seine Zwischenbestzeit auf harten Reifen aber stets im ersten Sektor, was als Indikator für eine geringe Benzinlast gilt.

Drei Deutsche in den Top 6

Realistischer erscheint da schon die starke Performance von Sebastian Vettel (Red-Bull-Renault/+ 0,705/19 Runden), der knapp hinter Landsmann Nico Rosberg (Williams-Toyota/+ 0,634/28 Runden) Vierter wurde. Rosberg schob sich nach bis dahin bescheidener Vorstellung erst in den Schlussminuten so weit nach vorne - seinem Boliden scheint es genau wie auch schon in Monza an Topspeed zu fehlen.

Ebenfalls analog zu Monza war Adrian Sutil (6./Force-India-Mercedes/+ 0,758/25 Runden) bisher stark unterwegs, während Kimi Räikkönen (5./Ferrari/+ 0,736/26 Runden) im Mittelsektor schneller war als jeder andere - vermutlich dank der Zusatzleistung von KERS. Die konnten die Suzuka-Rookies Heikki Kovalainen (8./+ 0,837/22 Runden) und Lewis Hamilton (16./beide McLaren-Mercedes/+ 1,080/19 Runden) anscheinend weniger gut ausspielen.

WM-Leader Jenson Button (Brawn-Mercedes/+ 0,959/25 Runden) wurde zwei Positionen hinter seinem Teamkollegen Rubens Barrichello (+ 0,779/24 Runden) Neunter. Glück hatte Button bei einem Beinahe-Zusammenstoß mit Jaime Alguersuari (10./Toro-Rosso-Ferrari/+ 0,980/20 Runden) gleich in der Aufwärmrunde. An gleicher Stelle, nämlich in der Haarnadelkurve, verzeichnete Nick Heidfeld (12./BMW Sauber F1 Team/+ 1,027/21 Runden) später einen der wenigen Dreher.

Unfall von Webber

Mark Webber (Red-Bull-Renault/+ 1,221/15 Runden), an diesem Wochenende erstmals ohne theoretische WM-Chancen unterwegs, sorgte für den einzigen Unfall der Session, als er knapp zehn Minuten vor Schluss am Ende des ersten Sektors in einer schnellen Linkskurve abflog. Sein RB5 wurde dabei nur leicht beschädigt und Webber selbst blieb unverletzt, aber für die Vorbereitung auf das Qualifying war der Crash nicht ideal.

Dafür saß Timo Glock (14./Toyota/+ 1,040) heute wieder im Auto. Der Deutsche schaffte immerhin 26 Runden, obwohl er sich nach wie vor nicht fit fühlt, und dampfte gleich nach Ablauf der Zeit wieder in sein Hotelzimmer ab, um sich für das Qualifying ausrasten zu können. Davor hinkte er der Konkurrenz über weite Strecken hoffnungslos hinterher, weil es technische Probleme gab, die erst mit einem Lenkradwechsel gelöst werden konnten.

Interessant für das Qualifying ist auch, dass alle 20 Fahrer auf der 5,807 Kilometer langen Strecke innerhalb von eineinhalb Sekunden lagen, 19 davon sogar innerhalb von gut 1,2 Sekunden! Das bedeutet, dass das Ausscheidungsfahren am Nachmittag wieder zu einem wahren Thriller werden könnte. Aus deutscher Sicht dürfte anhand der Erkenntnisse der einzigen Trockenstunde Vettel eindeutig die besten Chancen auf die Pole-Position haben.

Fotoquelle: xpb.cc

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