Timo Glock war nach dem schweren Unfall stets bei vollem Bewusstsein

Formel 1 2009

— 03.10.2009

Start von Glock nicht ausgeschlossen

Trotz des schweren Unfalls im Qualifying hofft Toyota-Teampräsident John Howett, dass Timo Glock das Rennen bestreiten kann

Es war die Schrecksekunde des Tages in Suzuka, als Timo Glock in der Zielkurve nach außen getragen wurde, nicht mehr korrigieren konnte und komplett in den Reifenstapeln untertauchte. Der Deutsche schleuderte anschließend sein Lenkrad aus dem Cockpit, blieb dann aber minutenlang im Cockpit sitzen. Bange Momente.

Nach der Bergung hinter Sichtschutztüchern - eine Überreaktion der japanischen Streckenposten, wie ein Toyota-Sprecher mitteilte - wurde Glock erst ins Medical-Center gebracht, wo Teamarzt Riccardo Ceccarelli bereits auf ihn wartete, und anschließend mittels Helikopter ins Krankenhaus. Manager Hans-Bernd Kamps begleitete ihn auf diesem Weg. Doch wie es scheint, dürften die Folgen des Crashs halb so wild sein.

"Es geht ihm gut", gibt Teampräsident John Howett Entwarnung. "Sie haben ihn nur zu vorbeugenden Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht. Er hat eine kleine Schnittwunde am linken Bein und ein bisschen Rückenschmerzen, aber weiter nichts." Ungeklärt ist bisher noch die Unfallursache, aber sowohl TV-Bilder wie auch Telemetrieaufzeichnungen deuten auf einen Fahrfehler hin: "Aus den Daten geht nichts Ungewöhnliches hervor."

Glock, der gestern noch 39,1 Grad Fieber hatte und sich auch nach dem Freien Vormittagstraining hinlegen musste, um sich für das Qualifying auszurasten, kam in der Zielkurve nach der langsamen Schikane zu weit nach außen, blieb aber konsequent auf dem Gas. Das sah zwar nicht ganz so merkwürdig aus wie bei Felipe Massas bizarrem Crash am Hungaroring, aber sehr wohl so, als hätte sich ein kurzer Konzentrationsfehler eingeschlichen.

Unabhängig davon sieht Howett sogar Chancen darauf, dass Glock morgen das Rennen bestreiten wird. Für Toyota wäre das besonders wichtig: "Das hoffen wir, denn wir wollen beim Heimrennen nicht mit einem Auto an den Start gehen. Aber das werden wir wohl erst morgen Früh entscheiden. Timo hat Kampfgeist. Wenn es irgendwie geht, wird er sicher fahren, wie ich ihn kenne." Testfahrer Kamui Kobayashi dürfte zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr einspringen.

Fotoquelle: xpb.cc

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