Timo Glock musste nach dem Unfall aus dem Auto sicher geborgen werden

Formel 1 2009

— 03.10.2009

Qualifying voller gemischter Emotionen für Toyota

Während Jarno Trulli die Pole-Position am Samstag in Suzuka nur knapp verpasste, musste Timo Glock nach einem schweren Unfall ins Krankenhaus

Der Toyota-Rennstall machte in der Qualifikation am Samstag in Suzuka eine Achterbahn der Gefühle durch. Erst verunglückte Timo Glock im zweiten Qualifying-Durchgang in der letzten Kurve schwer, als er die Kontrolle über das Auto verlor und in die Reifenstapel krachte.

Gestern hatte der Deutsche aufgrund seiner schweren fiebrigen Erkältung noch pausieren müssen, heute zog er sich bei dem Zwischenfall eine Schnittverletzung im linken Bein zu. Zudem wurde er mit Rückenschmerzen in das Krankenhaus von Yokkaichi geflogen, wo weitere Untersuchungen erfolgen. Ob der Rennfahrer aus Wersau am Rennen teilnehmen kann, wird erst am Sonntag entschieden.

Teamkollege Jarno Trulli sorgte im Anschluss beim Team wieder für strahlende Gesichter, als bezüglich Glock bereits Entwarnung gegeben werden konnte. Dem Italiener fehlten lediglich 0,060 Sekunden auf die Pole-Position. Er wird somit schräg hinter Sebastian Vettel vom zweiten Rang ins Rennen gehen.

"Natürlich fühle ich mit Timo, denn wir hätten heute beide vorne in der Startaufstellung stehen können", so Trulli. "Es war gut, schnell vom Team zu hören, dass er in Ordnung ist. Ich bin nur ein wenig erschüttert darüber, dass er nicht zusammen mit mir in den Top sechs steht."

"Es war generell angesichts der ganzen roten Flaggen eine verrückte Qualifying-Einheit. Und ich bin wirklich über dieses Ergebnis glücklich, vor allem vor all unseren japanischen Fans. Das gesamte Team hat dieses Wochenende mit unserem Update-Paket großartige Arbeit geleistet, um mir diese Chance zu bescheren, mich in der ersten Reihe zu qualifizieren."

"Sie haben mir ein Auto zur Verfügung gestellt, mit dem ich an der Spitze kämpfen kann. Ich möchte mich bei ihnen dafür bedanken. Meine Priorität war es im Qualifying gewesen, meine Konzentration aufrecht zu erhalten, denn ich wusste, dass wir eine gute Chance haben, um ein starkes Ergebnis zu erzielen."

"Ich denke, dass meine Rundenzeit das Maximum war, das ich aus dem Auto heraus holen konnte. Ich bin aus diesem Grund darüber sehr froh. Nun freue ich mich auf das morgige Rennen, wenn es natürlich mein Ziel sein wird, beim Heimrennen von Toyota auf das Podium zu kommen. Ich hoffe, dass die erste Runde sauber ist. Dann werde ich mein Bestes geben, um ein großartiges Ergebnis zu erzielen."

"Alles in allem war es für Jarno ein sehr guter Tag, was bestätigt hat, dass unser Paket auf dieser Art aerodynamisch dominierter Strecken sehr gut funktioniert", so Chefingenieur Pascal Vasselon. "Wir haben schon heute Morgen gesehen, dass er einen großartigen Tag vor sich hat, und er hatte ein wirklich starkes Qualifying. Wir sind natürlich enttäuscht, dass wir die Pole-Position um weniger als eine Zehntelsekunde verpasst haben. Aber wir sind zuversichtlich, dass unsere Strategie morgen sehr konkurrenzfähig sein wird."

"Bei Timo war es eine andere Geschichte. Wir sind natürlich frustriert, dass er sich nicht dort qualifizierte hat, wo wir dies erwartet haben, aber wir sind glücklich, dass er in Ordnung ist, denn dies hat immer Priorität. Es war ein sehr schwerer Einschlag, aber die Daten zeigen auf seiner Runde nichts Unübliches an."

Fotoquelle: xpb.cc

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