Die Rennleitung hat wie erwartet hart durchgegriffen

Formel 1 2009

— 03.10.2009

Strafen-Regen in Suzuka: Fünf mal fünf Plätze

Die Rennleitung hat im Anschluss an das Qualifying in Suzuka gleich fünf Piloten in der Startaufstellung um fünf Plätze nach hinten versetzt

Die Startaufstellung zum Großen Preis von Japan wurde nach der Qualifikation in Suzuka durch die Rennleitung noch einmal tüchtig durcheinandergewirbelt. Fünf Fahrer wurden im Anschluss an das Zeitenfahren von der Rennleitung bestraft, eine weitere Verwarnung wurde ausgesprochen.

Grund für die vorausgegangene Untersuchung war der Unfall von Sébastien Buemi, der eine gelbe Flagge zur Folge hatte. Der Schweizer war von der Strecke abgekommen, an den Leitplanken entlang gerutscht und hatte dabei Teile seines Toro Rossos verloren. Eine Platte des Frontflügels blieb anschließend mitten auf der Strecke liegen.

Einige Fahrer sind nach Ansicht der Rennleitung nicht ausreichend vom Gas gegangen, als Ausgangs von Kurve 14 Gelb geschwenkt wurde. Fernando Alonso (Renault), die beiden Brawn-Piloten Rubens Barrichello und Jenson Button sowie Adrian Sutil (Force India) wurden von den Stewards bestraft und in der Startaufstellung um fünf Positionen nach hinten gesetzt.

Buemi selbst wurde ebenfalls um fünf Startpositionen nach hinten versetzt und erhielt zudem eine Verwarnung. Er war mit seinem stark beschädigten Auto noch zurück an die Box gefahren war und hatte dabei andere Piloten behindert und eine Gefahr dargestellt.

Alonso hatte nach dem Vorfall bereits Bedenken geäußert, dass er womöglich zu spät auf die gelbe Flaggen reagiert hat, da er diese erst sehr spät gesehen habe. "Der Fahrer hat seine Geschwindigkeit erst reduziert, nachdem er an der Gefahr vorbei war", urteilte die Rennleitung nach Einsicht in die Telemetriedaten des Spaniers.

Im Kampf um die WM-Titel ist die Bestrafung vor allem für die Brawn-Piloten eine empfindliche Bestrafung, schließlich startet Widersacher Sebastian Vettel im Red Bull am Sonntag von der Pole-Position. Teamchef Ross Brawn hatte im Anschluss an das Zeitenfahren zugegeben, dass keiner seiner Piloten an der entsprechenden Stelle vom Gas gegangen war.

Fotoquelle: Riedel

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