Da kommt der Sieger: Sebastian Vettel fuhr in dominanter Manier zum Sieg

Formel 1 2009

— 04.10.2009

Perfekter Tag für Vettel - Chaos und Testtag für Webber

Während Sebastian Vettel in Suzuka einen perfekten Tag erlebte, absolvierte Mark Webber nach einem Tag voller Pleiten, Pech und Pannen einen "Testtag"

Sebastian Vettel hat die Entscheidung im Kampf um den WM-Titel mit seinem dritten Saisonsieg vertagt. Der Red Bull Racing-Pilot fuhr in Suzuka von der Pole-Position einem ungefährdeten Sieg entgegen.

Teamkollege Mark Webber hatte beim Großen Preis von Japan viel Pech. Nach seinem Unfall im Freien Training am Samstag, dem anschließend notwendigen Auslassen des Qualifyings bereitete das Auto im Rennen nach dem Start aus der Boxengasse Probleme. Ganze fünfmal kam der Australier an die Box, der das Rennen mit einem gewaltigen Rückstand nur noch als eine Testfahrt ansah.

"Was für ein Rennen!", so Vettel. "Wir hatten schon die Pole-Position und in Bezug auf die Strategie waren wir die Favoriten. Aber man weiß, dass man zunächst einmal den Start absolvieren muss. Wir waren ziemlich zuversichtlich, dass wir unsere Position verteidigen würden, in der Vergangenheit hatten wir hingegen keine guten Starts gehabt."

"Aber es war knapper, als ich dies erwartet hatte. Als ich in die erste Kurve fuhr, sah ich plötzlich auf meiner linken Seite einen Silberpfeil, aber ich hatte die innere Linie inne, was zu meinem Vorteil war. Danach konzentrierte ich mich und versuchte, in jeder einzelnen Runde Druck zu machen."

"Das Auto war fantastisch, und ich war in der Lage, relativ schnell einen Vorsprung herauszufahren. Wir fuhren im ersten Abschnitt des Rennens zwei Runden länger als Lewis und eine Runde länger als Jarno. Es funktionierte also alles und ich hatte das Rennen ziemlich gut unter Kontrolle."

"Nachdem wir für meinen letzten Abschnitt des Rennens die weicheren Reifen aufgezogen hatten, wollte ich ein wenig Spaß haben. Ich fuhr eine sehr schnelle Runde, aber dann meldete sich mein Ingenieur über den Funk und sagte 'Pass auf deine Reifen auf, es könnte ein Safety Car oder etwas geben'."

"Aber ich passte nach wie vor auf meine Reifen auf und hatte einen guten Restart. Ich hatte mit Grosjean hinter mir ein kleinen Puffer und nach drei oder vier Runden war der Abstand wieder so groß genug, um das Rennen zu gewinnen."

"Die letzten paar Rennen waren ein wenig ein Auf und Ab. Manchmal hatten wir die Geschwindigkeit und manchmal nicht. Aber schlussendlich haben wir es geschafft. Es ist gut, wieder am Sonntag in der ersten Position zurück zu sein. Ein großes Dankeschön dafür an das gesamte Team und alle bei Red Bull."

"Ich musste in den ersten beiden Runden zwei Boxenstopps einlegen, von da an war alles gelaufen", so Webber. "In der ersten Runde löste sich die Kopfstütze, ich musste aus diesem Grund an die Box kommen und dies reparieren lassen."

"Ich ging wieder auf die Strecke, aber es passierte wieder dasselbe, ich musste aus diesem Grund wieder an die Box kommen, sodass die Jungs es fest kleben können. Wir haben heute ein paar Dinge getestet und probierten verschiedene Teile für zukünftige Rennen aus. Das ist alles, was ich von dort an noch tun konnte."

"Sebastian hat heute brillante Arbeit geleistet", so Teamchef Christian Horner. "Er war das gesamte Wochenende über bei der Musik und es sah daraus, als hätte er es dort draußen heute wirklich genossen. Das Auto hat fantastisch gut funktioniert, und mein großer Dank geht an alle im Red Bull-Team, bei Renault und bei allen unseren Partnern, die uns hier so gut unterstützt haben."

"Was Mark betrifft, so hatte er ein fürchterliches Wochenende - mit dem Chassis-Wechsel über Nacht, dann mit den Problemen auf seiner ersten Runde mit der Kopfstütze, die sich irgendwie löste. Dann hatte er noch einen Plattfuß. Nachdem dieses Rennen mehr oder weniger ein Test war, ist es ermutigend, dass er am Ende die schnellste Runde fuhr, das war eine kleine Wiedergutmachung."

"Ein fantastisches Ergebnis heute für Sebastian - Pole-Position und ein Sieg", so Renault-Chefingenieur Fabrice Lom. "Es war für ihn ein perfektes Wochenende auf einer Strecke, die für Motoren sehr schwierig ist."

"Unglücklicherweise war bei Mark das Glas heute eher halb leer als halb voll. Es war für ihn ein schwieriges Rennen, nachdem er aus der Boxengasse gestartet war. Er bewies, dass er schnell war, indem er die schnellste Rennrunde fuhr, aber mehr konnte er nicht verrichten, das ist für ihn traurig. Es sind noch zwei weitere Rennen zu fahren und wir werden bis zum Ende nicht aufgeben."

Fotoquelle: xpb.cc

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