Felipe Massa bei seinem ersten Besuch seit dem Unfall in Maranello

Formel 1 2009

— 06.10.2009

Massa hofft auf Comeback in Abu Dhabi

Unter Umständen könnte Felipe Massa noch in dieser Saison ein Comeback geben, allerdings sicher nicht beim Heimrennen in São Paulo

Felipe Massa befindet sich diese Woche in Maranello, um sein Comeback voranzutreiben: Medizinische Untersuchungen stehen ebenso auf dem Programm wie Training im Ferrari-Fitnesscenter in der Gestione Sportiva und erste Formel-1-Probefahrten im Simulator. Auch über das Datum des ersten Praxistests soll demnächst entschieden werden.

Fest steht, dass Massa sein Heimrennen in knapp zwei Wochen in São Paulo versäumen wird: "Das wäre zu nahe am Limit. Für Abu Dhabi werden wir sehen, dafür brauchen wir die Genehmigung der FIA. Es hängt alles vom Test ab", wird der Brasilianer von der 'Gazzetta dello Sport' zitiert. Bekanntlich wird ihm Ferrari demnächst ermöglichen, einen mit GP2-Reifen ausgestatteten F2007 in Fiorano zu testen. Dabei soll auch ein Medizinischer Delegierter der FIA anwesend sein.

Erst wenn der grünes Licht gibt, darf Massa wieder Formel-1-Rennen fahren. Bei Ferrari hofft man angesichts der enttäuschenden Leistungen von Ersatzmann Giancarlo Fisichella, dass dies noch diese Saison der Fall sein wird. Fix damit gerechnet wird aber nicht: "Brasilien kann ich ausschließen. Abu Dhabi ist sehr, sehr unwahrscheinlich. Das Hauptziel ist Bahrain im nächsten Jahr", erklärt Teamchef Stefano Domenicali.

Massa selbst geht indes davon aus, dass er bei seinem Comeback genauso schnell sein wird wie vor dem bizarren Unfall am Hungaroring, wo er von einer herumfliegenden Stahlfeder am Kopf getroffen wurde: "Ich erinnere mich noch genau daran, wie das Fahren geht", grinst der 28-Jährige. "Meine Sorge ist nicht, sofort auf schnelle Rundenzeiten zu kommen, sondern ich will vor allem wieder fahren. Dafür brauche ich ein gutes Auto und ein gutes Setup."

An den Unfall kann er sich nicht mehr erinnern, allerdings hat er inzwischen TV-Aufzeichnungen gesehen: "Der Schaden hätte auch sehr, sehr ernst sein können. Wenn ich bedenke, wie es mir jetzt geht, dann habe ich keinen Zweifel: Ich hatte großes Glück! Ich habe den Crash schon ein paar Mal im Fernsehen gesehen und auch das Foto von mir mit dem verletzten Auge. Das war schockierend, aber ich war bewusstlos und konnte nichts fühlen."

Bei seinem ersten Besuch seit dem Unfall in Maranello traf sich Massa zunächst mit Domenicali zu einer Besprechung unter vier Augen, ehe er durch die Gestione Sportiva marschierte und mit zahlreichen Angestellten plauderte. Der rekonvaleszente Vizeweltmeister machte dabei ebenso einen erleichterten Eindruck wie die Ferrari-Mitarbeiter, auch wenn sein linkes Auge immer noch leicht nach unten hängt. Handicap stellt dies aber keines mehr dar.

Fotoquelle: Ferrari

Weitere Formel 1 Themen

News

Rosberg-Rücktritt & Co.: Der Freitag in der Chronologie

News

Formel-1-Titel, die nicht verteidigt wurden

News

Wonneproppen bis Weltmeister: Nico Rosberg

News

Formel-1-Live-Ticker: Droht Hamilton eine Suspendierung?

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.