Eine große Männerfreundschaft: Jenson Button und Rubens Barrichello

Formel 1 2009

— 18.10.2009

Barrichello: "Jenson ist ein großer Champion"

Fairer Verlierer: Warum sich Rubens Barrichello trotz der Enttäuschung von São Paulo mit seinem Freund Jenson Button freuen kann

Rubens Barrichello ist der große Verlierer von São Paulo: Von der Pole-Position gelang es ihm nicht, endlich erstmals sein Heimrennen zu gewinnen, sondern er wurde nach einem Reifenschaden nur Achter. Der WM-Titel ist damit endgültig verloren. Aber der Brawn-Pilot, der 2010 voraussichtlich zu Williams wechseln wird, trug seine Niederlage mit Fassung und freute sich vielmehr über eine tolle zweite Saisonhälfte.

Frage: "Rubens, wie fühlst du dich nach diesem fantastischen Kampf mit Jenson Button, der jetzt vorbei ist?"
Rubens Barrichello: "Es war großartig. Vor der Saison haben die Leute schon Blumenkränze zu meinem Sarg gelegt, aber ich habe mit einem fantastischen Auto zurückgeschlagen und ich habe mich wirklich toll geschlagen. Ich möchte Gott dafür bedanken, dass ich dieses Jahr erleben durfte. Es war das ganze Jahr hindurch ein großartiges Auto."

"Jenson hat verdient gewonnen, aber er hat es in den ersten sechs Rennen entschieden, während die zweite Saisonhälfte meine war. Es war ein echter Kampf, ein harter Kampf, aber ich war am stärksten, als wir nicht mehr die Überlegenheit hatten wie in den ersten Rennen. Es war ein großer Fight und ich habe alles gegeben. Ich bin sehr zufrieden. Ich freue mich als Freund für Jenson - er ist ein großer Champion. Wenn ich schon nicht gewinnen kann, dann am liebsten er, also gratuliere ich ihm von ganzem Herzen!"

Frage: "Du warst in der zweiten Saisonhälfte super in Form und musstest dir die Box mit einem Fahrer teilen, der besorgt sein musste, die Weltmeisterschaft noch zu verlieren..."
Barrichello: "Er musste sich ehrlich gesagt nicht besonders anstrengen, während ich wirklich hart kämpfen musste. Ich sage nicht, dass ich der Held bin - das war die ganze Zeit er -, aber ich habe gekämpft, alles gegeben und die Weltmeisterschaft offen gehalten."

"Monza und Valencia waren großartig für mich, auch der heutige Tag. Heute hatten wir aber nicht die Performance, um das Rennen zu gewinnen. Wir müssen schauen, was der Grund dafür war. Ich freue mich trotzdem. Ich wäre Dritter geworden und war glücklich, mit Lewis kämpfen zu können. Es war ein toller Fight. Als ich aus dem Auto stieg, sagte ich zu ihm: 'Sorry, dass ich dich ein paar Mal fast in die Wand gedrückt hätte!' Aber ich gebe eben alles."

"Meine Familie und der Allmächtige wissen, wie sehr ich für dies gekämpft habe, daher ist es frustrierend, dass ich nicht gewonnen habe, aber ich sehe mich selbst gleichzeitig als großer Sieger und großer Verlierer. Ich weiß, wie man gewinnt und verliert. Natürlich bin ich heute frustriert, aber ich freue mich irgendwie auch mit Jenson."

Frage: "Was sagst du zum Team?"
Barrichello: "Sie waren super! Ross hat alle zusammengeschweißt, hat Reden gehalten, um sie vorzubereiten - und das waren sie. Es ist ein verdammt gutes Team, das den Triumph verdient. Wir werden heute eine schöne Nacht haben, denn zum Konstrukteurstitel habe ich auch beigetragen. Darüber freue ich mich."

Fotoquelle: xpb.cc

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