Felipe Massa konnte nicht starten, durfte aber die Zielflagge schwenken

Formel 1 2009

— 18.10.2009

Ferrari: Zwischenfälle kosteten den dritten WM-Rang

Nachdem Räikkönen nicht wie erhofft auf das Podium fahren konnte, muss Ferrari nun in Abu Dhabi den dritten Rang gegen McLaren-Mercedes zurückholen

Für Ferrari begann der Große Preis von Brasilien mit einer enttäuschenden ersten Runde. Im hinteren Feld musste Giancarlo Fisichella nach einer Kollision zwischen Sebastian Vettel und Heikki Kovalainen durch die Wiese, beendete das Rennen am Ende auf Position elf.

Teamkollege Kimi Räikkönen krachte bei einem missglückten Überholmanöver an Mark Webber in das Heck des Australiers, was ihn den Frontflügel kostete. Nach dem Reparatur-Stopp war der Finne anschließend kurz in einen Feuerball getaucht, als vor ihm Kovalainen den Tankschlauch mitriss und in der Boxengasse Benzin verteilte. Am Ende belegte Räikkönen den sechsten Rang. In der Konstrukteurswertung verlor man eine Position auf McLaren-Mercedes.

"Was in der ersten Runde passierte, ruinierte mein Rennen", so Räikkönen. "Zunächst einmal wurde ich in der ersten Kurve getroffen, dann wurde ich getroffen, als ich versuchte, Webber zu überholen, und verlor den Frontflügel."

"Beim Boxenstopp kamen ein paar Tropfen Benzin in mein Auge, die aus dem Tankschlauch kamen, der an Kovalainens Auto hängen geblieben war. Dann war ich in Flammen gehüllt und sah nichts mehr. Ich war dabei, anzuhalten, aber die Flammen erstickten zum Glück bald. Selbst jetzt brennen meine Augen noch, aber ich bin in Ordnung."

"Nach dem Restart konnte ich nur versuchen, die Strategie zu verwenden, um in der Rangfolge nach vorn zu kommen und zumindest ein paar Punkte ins Ziel zu bekommen. Ich bin enttäuscht, denn ich bin mir sicher, dass wir es heute auf das Podium hätten schaffen können. Es ist noch ein Rennen zu fahren, lasst uns sehen, was wir in Abu Dhabi tun können, um diesen dritten Platz zurück zu bekommen."

"Mein Rennen war natürlich schon behindert, da ich aus der letzten Reihe startete", so Fisichella. "Dann gab es auch den Zwischenfall mit Kovalainen, der sich vor mir drehte, was mich zwang, in das Gras zu fahren. Dies hielt mich davon ab, zu versuchen, im Kampf in der ersten Runde ein paar Plätze gutzumachen."

"Wir hatten uns für eine Ein-Boxenstopp-Strategie entschieden, und das war eine gute Strategie. Aber im letzten Teil des Rennens begann der weiche Reifen etwas Graining zu entwickeln, und ich war nicht in der Lage, mit der Geschwindigkeit der Leute vor mir mitzuhalten. Ich verlor sogar einen Platz."

"Wenn ich mir meine Erfahrung bisher mit Ferrari anschaue, so möchte ich nicht leugnen, dass ich mich etwas aufrege, da es kein einziges Wochenende gegeben hat, in dem alles nach Plan lief. Nun gehen wir nach Abu Dhabi, was für alle eine neue Veranstaltung sein wird. Ich werde mein allerbestes geben, um dem Team dabei zu helfen, den dritten Rang wieder zu holen, der uns heute verloren gegangen ist."

"Dies ist für uns ein sehr enttäuschendes Rennen", so Chefingenieur Chris Dyer. "Schon gestern leistete Kimi fantastische Arbeit, erzielte eine gute Startposition. Heute war er wieder gut unterwegs, kam von hinten im Feld nach vorn, bis auf den sechsten Rang nach dem Unfall mit Webber, was bedeutete, dass er an die Box kommen musste, um den Frontflügel zu wechseln. An diesem Zeitpunkt war sein Rennen behindert, was wirklich schade war."

"Mit Kimi entschieden wir uns dazu, den weichen Reifen zu erst zu verwenden, und angesichts der Tatsache, wie die Dinge liefen, war dies die richtige Entscheidung. Aber als wir den harten Reifen verwenden mussten, war der erste Teil des Rennens sehr lang."

"Giancarlo hing im ersten Abschnitt des Rennens im Verkehr fest, und als er eine freie Strecke hatte, waren seine Rundenzeiten ordentlich. Am Start seines zweiten Rennabschnitt, als er auf den weichen Reifen war, war seine Geschwindigkeit besser. Aber gegen Ende litt er an Graining. Nun werden wir alles, was wir tun können, in Abu Dhabi geben, um den dritten Platz wieder zu gewinnen, der uns heute aus den Händen geglitten ist."

"Zunächst einmal möchte ich im Namen des gesamten Teams Jenson Button und Brawn zum Gewinn beider WM-Titel heute gratulieren", so Teamchef Stefano Domenicali. "Ich bin besonders für einen alten Freund wie Ross froh."

"Was uns betrifft, so sind wir natürlich sehr enttäuscht, denn heute hatten wir die Chance, unseren Vorsprung in der Konstrukteurswertung auszubauen. Aber schlussendlich liegen wir um einen Punkt zurück. Was in der ersten Runde passierte, bestrafte Kimi massiv, da er von hinten im Feld wieder loslegen musste. Das ist schade, denn heute konnte unser Fahrer mit der Geschwindigkeit der Besten mithalten, und hätte sicherlich um einen Platz auf dem Podium kämpfen können. Einmal mehr zeigte er eine großartige Fahrt."

"Nach dem gestrigen Qualifying startete Giancarlo aus der hinteren Reihe und bekam es mit einem schwierigen Rennen zu tun. Er gab sein Bestes, aber er konnte es nicht in die Punkte schaffen. Nun blicken wir auf den letzten Grand Prix des Jahres auf dem neuen Yas Marina-Kurs in Abu Dhabi. Dort werden wir alles geben müssen, um den dritten Platz in der Meisterschaft zu holen. Wir sind sehr heiß darauf, dies zu schaffen, und ich bin mir sicher, dass wir alle, Fahrer und Team, alles in unserer Macht stehende tun werden, um dieses Ziel zu erreichen."

Fotoquelle: xpb.cc

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