Der FIA-Wahlkampf ist längst zu einer bitteren Schlammschlacht geworden

Formel 1 2009

— 19.10.2009

Nächster Skandal im FIA-Wahlkampf

Diese Woche wählt die FIA ihren neuen Präsidenten, doch im Vorfeld jagt ein Skandal den nächsten - Bestechung des Verbandes in Uganda

'Motorsport-Total.com' hat in den vergangenen Wochen ausführlich über die bevorstehende Wahl des neuen FIA-Präsidenten berichtet, die am kommenden Freitag in Paris stattfinden wird. Nach diversen Skandalen kam am vergangenen Wochenende quasi zum Drüberstreuen auch noch eine Bestechungsaffäre ans Tageslicht.

Ins Rollen kam die Sache durch die Behauptung von Jack Wavamunno, dem Präsidenten des Motorsportverbandes von Uganda, das Lager von Jean Todt habe versucht, seine Stimme zu kaufen und ihn mit verschleierten Drohungen davon zu überzeugen, die Unterstützung für Ari Vatanen zurückzuziehen. Wavamunno ist Unterstützer von Vatanen und Konkurrent von Surinder Thatthi um den afrikanischen Sitz im Motorsport-Weltrat der FIA. Thatthi gehört dem Todt-Kabinett an.

Laut Wavamunno soll Thatthi am 29. August und 11. September zweimal versucht haben, in Telefongesprächen die Stimme des ugandischen Verbandes zu gewinnen. Wavamunno soll dabei gesagt worden sein, es sei im Interesse seines Verbandes, für Todt zu stimmen, und man werde die offenen FIA-Mitgliedsbeträge in der Höhe von 2.820 Euro durch einen Sponsor finanzieren lassen, sollte er wirklich die Seiten wechseln.

Von der 'Mail on Sunday' mit diesen Vorwürfen konfrontiert, bestritt Thatthi, dass diese Telefongespräche stattgefunden haben. Doch der Afrikaner hatte seine Rechnung ohne Wavamunno gemacht, der auf Bitte des recherchierenden Journalisten den Einzelgesprächsnachweis seines Mobilfunkanbieters offen legte. Aus diesem geht zweifelsfrei hervor, dass Thatthi und Wavamunno wie behauptet am 29. August und 11. September miteinander gesprochen haben.

Indes hat Vatanen in einem Brief an die FIA-Mitgliedsklubs, der 'Motorsport-Total.com' zur Durchsicht vorgelegt wurde, die Gründung eines Ethikdokuments vorgeschlagen, das von allen hochrangigen FIA-Mitarbeitern unterschrieben werden muss: "Solche Verhaltenskodexe sind im modernen öffentlichen Leben und in der Geschäftswelt die Norm." Vatanen würde diesen Kodex bei einer etwaigen Amtseinführung absegnen lassen.

Fotoquelle: xpb.cc

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