Daumen hoch: Richard Branson hatte mit Brawn den richtigen Formel-1-Riecher

Formel 1 2009

— 21.10.2009

Virgin & Brawn: "Es war die perfekte Beziehung"

Unmittelbar vor dem Saisonauftakt stieg Richard Branson beim Brawn-Team ein und durfte mit Virgin nur wenige Monate später zwei Titel bejubeln

Pünktlich zum ersten Rennen erhielt das neue Brawn-Team seine ersten Sponsorenaufkleber - und Virgin hielt dem ehemaligen Honda-Werksrennstall die Treue. Diese Liaison sollte sich für Richard Branson als Glücksgriff herausstellen, denn Brawn gewann mit Jenson Button und Rubens Barrichello nicht nur den Saisonauftakt in Melbourne, sondern auch beide WM-Titel der Saison 2009.

"Wir haben uns sehr darüber gefreut, bei ihnen einzusteigen, als sie vor dem Rennen in Melbourne überhaupt kein Geld hatten. Das hat es ihnen ermöglicht zu zeigen, dass sie ein großartiges Auto und großartige Fahrer haben. Seither haben sie fantastische Dinge vollbracht", so Virgin-Boss Branson rückblickend gegenüber 'BBC Radio Five Live'. "Es war die perfekte Beziehung", meint der Brite.

"Virgin liebt es, Underdogs zu unterstützen - jetzt sind sie allerdings eines der teuersten Teams da draußen und sicherlich keine Underdogs mehr", hält der Airline-Chef fest, wollte sich aber nicht zu den weiteren Formel-1-Plänen seiner Marke äußern: "Wir werden im kommenden Monat eine Ankündigung machen. Im Augenblick wollen wir nur mit dem Brawn-Team feiern", sagt Branson.

"Ich hätte mir jedenfalls nicht in meinen wildesten Träumen ausgemalt, dass so etwas passieren könnte. Ich wusste, dass sie ein gutes Auto hatten, denn ich kannte einen ihrer Testfahrer. Als ich aber nach Melbourne kam und einige Virgin-Sticker im Gepäck hatte, war das Letzte, was ich erwartete, einen Doppelsieg im Eröffnungsrennen", gibt der britische Geschäftsmann zu Protokoll.

"Was die Leute aber gerne übersehen, ist die Tatsache, dass Honda einen Scheck über 120 Millionen Pfund (etwa 133 Millionen Euro; Anm. d. Red.) ausgestellt hat, damit das Team nicht bankrott ging. Es gibt viele Leute, die einfach ausgestiegen wären und sich dieses Geld gespart hätten. Dafür gab es aber keine Anerkennung", meint Branson und bricht eine Lanze für den japanischen Autogiganten.

"Wenn man die Uhr nur zwölf Monate zurückdreht, dann hatten wir damals eine Horrorgeschichte für die Automobilindustrie und Hersteller wie Honda. Sie mussten eine schwierige Entscheidung treffen. Sie haben das Auto entwickelt und verdienen etwas Anerkennung", erläutert Branson. "Ich zweifle aber daran, dass ihnen viel davon zuteil wird, obwohl sie sich wie Gentlemen verhalten haben."

Fotoquelle: xpb.cc

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