Noch steht nicht fest, mit welchem Motor Red Bull nächstes Jahr fahren wird

Formel 1 2009

— 22.10.2009

Red Bull: Noch keine Motorenentscheidung

Cosworth, Mercedes oder doch noch einmal Renault? Red-Bull-Konsulent Helmut Marko: "Es gibt noch keine Entscheidung"

Eigentlich wollte Red Bull spätestens bis Mitte September in Monza den künftigen Motorenlieferanten bekannt geben, doch daraus wurde bekanntlich nichts. Die Verhandlungen mit Mercedes, die von außen schon als reine Formalität betrachtet wurden, kamen ins Stocken, weil Mercedes-Partner McLaren angeblich sein Veto eingelegt haben soll.

McLaren gehört zwar zu 40 Prozent Mercedes, die Entscheidungsträger in Woking sind aber andere als die in Stuttgart. Außerdem sind die beiden Partner über Exklusivverträge aneinander gebunden. Das bedeutet auch, dass alle wichtigen Entscheidungen gemeinsam getroffen werden müssen. Den Kundendeals mit Force India und Brawn hat McLaren noch zugestimmt, mit Red Bull einen weiteren potentiellen WM-Rivalen stark zu machen, findet aber offenbar keinen großen Anklang.

Dabei hat die FIA inzwischen die Freigabe erteilt, dass 2010 bis zu vier Teams mit Motoren beliefert werden dürften. Sollte der Mercedes-Deal endgültig scheitern, dann könnte Red Bull zu Cosworth wechseln. Quellen behaupten sogar, dass zwischen den beiden Parteien bereits Einigkeit herrscht. Doch auf Anfrage von 'Motorsport-Total.com' wurde dies gestern von Red-Bull-Konsulent Helmut Marko dementiert: "Es gibt noch keine Entscheidung und es ist auch noch nichts unterschrieben."

Auch Teamchef Christian Horner ließ uns ein ähnliches Statement zukommen: "Als unabhängiges Team können wir frei wählen, aber wir wurden in den vergangenen drei Jahren von Renault sehr gut unterstützt, also müssen wir alles sorgfältig gegeneinander abwägen. Cosworth ist eine potenzielle Option, genau wie andere auch. Wir haben keine absolute Deadline, aber unsere Chassisingenieure müssen am 2010er-Auto arbeiten."

Der Brite kündigt eine Bekanntgabe für "nächste Woche oder so" an und stimmt auch in diesem Punkt mit Marko überein, der noch in São Paulo eine Entscheidung "innerhalb der nächsten acht Tage", also bis kommenden Montag, angekündigt hatte. Selbst wenn diese Frist nicht eingehalten werden sollte, rechnet man bei Red Bull bis allerspätestens Abu Dhabi mit einer Vertragsunterschrift. Dort findet am 1. November das Saisonfinale statt.

Dem Vernehmen nach steigen die Chancen von Renault, je länger keine Entscheidung fällt. Die Franzosen haben sich nach den vielen Motorschäden im Sommer sehr um Red Bull bemüht und zuletzt bei der Verlängerung der Lebensdauer von Sebastian Vettels letztem Motor einen guten Job gemacht. Außerdem heißt es unbestätigten Gerüchten zufolge, dass mit dem Renault-Motor ein wenig Kleingeld von Mineralölhersteller Total kommen würde.

Fotoquelle: xpb.cc

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