Ross Brawn und Jenson Button verhandeln derzeit einen Vertrag für 2010

Formel 1 2009

— 22.10.2009

Bleibt Button auch 2010 bei Brawn?

Dass Jenson Button auch nächstes Jahr für Brawn fahren wird, ist kein Selbstläufer - Geschäftsführer Nick Fry dementiert schlechte Stimmung

Gestern war Jenson Button erstmals als Weltmeister in der Brawn-Fabrik in Brackley. Der Brite ließ sich von der Belegschaft feiern und traf sich anschließend zu Vertragsverhandlungen mit der Teamführung. Doch die scheinen nicht der erhoffte Selbstläufer zu sein, wie britische Medien übereinstimmend berichten.

Laut Informationen des 'Telegraph' soll die Stimmung in Brackley generell schlechter sein, als man bei einem frischgebackenen Weltmeisterteam vermuten würde. Solange kein großer Hersteller wie Mercedes als Werkspartner an Bord kommt, ist das Geld beim Honda-Nachfolger knapp, weshalb sich hochrangige Ingenieure wie auch die Fahrer unterbezahlt fühlen. Dies betrifft besonders Button, der 2010 naturgemäß eine Weltmeistergage kassieren will.

"Ich bin schon seit 2003 bei diesem Team. Es hat zwar den Namen geändert und ist kleiner geworden, aber ich liebe die Atmosphäre hier. Wir halten in schwierigen Zeiten zusammen - und davon haben wir schon einige erlebt", so der 29-Jährige, der sich vor Saisonbeginn auf eine Gehaltskürzung von zehn auf drei Millionen Euro eingelassen haben soll. Nun wünscht er sich eine Rückkehr zu den ursprünglichen zehn Millionen.

Geschäftsführer Nick Fry bezeichnet die Brücke zwischen den Positionen des Teams und von Button als "nicht unüberwindbar" und zeigt sich überrascht über die negativen Informationen im 'Telegraph': "Niemand hat mir irgendetwas darüber gesagt. Ich bin extrem überrascht. Wir werden uns alle Sorgen anhören, die unsere Leute haben, aber ich bin mir keiner bewusst. Das sind interne Angelegenheiten, aber wenn jemand ein Problem hat, dann reden wir gerne darüber."

Zu den Differenzen mit Button sagt er: "Gehaltsverhandlungen sind nichts, was wir in der Öffentlichkeit diskutieren. Ich kann aber natürlich bestätigen, dass alle vereinbarten Bonuszahlungen erfüllt werden. Wir werden uns mit Jenson nach Abu Dhabi zusammensetzen, um über seinen Vertrag zu sprechen." Button lässt das Thema sowieso nicht an sich ran und erholt sich nach einem Kurzbesuch in Großbritannien in Dubai vom WM-Stress.

Daran, dass er am liebsten bei Brawn bleiben würde, lässt der Weltmeister keine Zweifel: "Wir arbeiten schon lange am nächstjährigen Auto. Das zeugt von guter Führung. Ja, Ferrari, McLaren und Red Bull werden vorne sein, aber Brawn auch. Ich will Teil davon sein, die Nummer eins nächstes Jahr in einem Brawn-Auto fahren. Ich will in einem Siegerauto sitzen - das ist mein Hauptziel", stellt Button klar.

Fotoquelle: xpb.cc

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