Simon Gillett muss sich vom Traum eines Rennens in Donington verabschieden

Formel 1 2009

— 23.10.2009

Aus der Traum: Kein Grand Prix in Donington

Simon Gillett hat auch seine allerletzte Chance verstreichen lassen: Die Anleihen wurden zurückgezogen, die Finanzierung ist damit geplatzt

Das war's wohl für den ambitionierten Plan von Simon Gillett, den britischen Grand Prix von Silverstone nach Donington zu holen: Der Plan des Geschäftsmannes, umgerechnet 145 Millionen Euro über Anleihen an der Betreiberfirma der Rennstrecke zu lukrieren, ist geplatzt - und damit auch die Finanzierung des Formel-1-Rennens.

Die als Hochrisikoinvestment eingestuften Anleihen wurden gestern nach nur neun Tagen wieder vom Markt genommen. Die für den Weiterverkauf an Kunden engagierte Citigroup fand nicht genügend Interessen für die Wertpapiere. 2010 wird also aller Voraussicht nach kein Grand Prix in Donington stattfinden, schließlich war das Anleihenmodell schon der allerletzte Rettungsversuch.

Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone hatte Gillett nach dem Verstreichen mehrerer Fristen am 12. Oktober über einen Vertragsbruch seitens Donington Ventures Leisure Limited (DVLL) informiert. Im Vertrag ist für so einen Fall jedoch eine zweiwöchige "Schonfrist" bis kommenden Montag enthalten, die Gillett für eine verzweifelte Hauruckaktion nutzen wollte. Erwartungsgemäß ist diese jedoch gescheitert.

"Trotz des Interesses, das höher war als erwartet, und trotz anfangs positiver Signale schafften es die Anleihen nicht, vor der heutigen Frist ausreichend Zeichnungen zu generieren", heißt es in einem DVLL-Statement. Diese Nachricht komme als "unerwarteter Rückschlag" - eine Aussage, die so nicht ganz zutreffend ist, schließlich wurde das Anleihenmodell von Insidern sofort als Himmelfahrtskommando eingestuft.

Durch diese Entwicklungen gilt es als so gut wie sicher, dass der Grand Prix von Großbritannien weiterhin in Silverstone stattfinden wird. Ecclestone hatte BRDC-Präsident Damon Hill kürzlich versprochen, dass er ihm das gleiche Angebot unterbreiten werde wie jenes, das Gillett im Juli 2008 unterzeichnet hatte.

Fotoquelle: xpb.cc

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