Takanobu Ito bereut nicht, dass Honda aus der Formel 1 ausgestiegen ist

Formel 1 2009

— 23.10.2009

Honda: Kein Bedauern des Formel-1-Ausstiegs

Im Jahr eins nach Honda wurde Brawn auf Anhieb Weltmeister, dennoch bedauern die Japaner ihren Ausstieg aus der Formel 1 nicht

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass Honda Milliardenbeträge in das Formel-1-Projekt investiert und Teamchef Ross Brawn verpflichtet, sich dann aber aus der Königsklasse zurückgezogen hat und zusehen musste, wie das von Brawn übernommene Nachfolgeteam trotz fast 300 aus Kostengründen entlassener Mitarbeiter gleich im ersten Jahr auf Anhieb Weltmeister wurde.

Doch wer glaubt, dass sich die Honda-Manager in Tokio nun vor lauter Ärger über ihre vermeintliche Fehlentscheidung reihenweise aus ihren Hochhäusern stürzen, der irrt offenbar: "Ich bereue gar nichts", wird Honda-Konzernchef Takanobu Ito von 'Autoweek' zitiert. "Nach unserem Rückzug sahen wir, wie unser Team sehr gut abschnitt. Ich sage das, weil unsere Bemühungen vor dem Rückzug zu diesem Ergebnis geführt haben."

"Honda ist sehr stolz auf die Tatsache, dass wir so einen reibungslosen Übergang auf Basis eines gut durchdachten Plans hinbekommen haben", fährt Ito fort. "Ich finde, wir haben den Übergang nach unserem Rückzug sehr gut hinbekommen. Außerdem konnten wir alle dadurch frei gewordenen Ressourcen sofort nutzen, um die Entwicklung von umweltfreundlichen Technologien voranzutreiben. Wir sind sehr stolz, dass dem Management eine so schnelle Umstellung gelungen ist."

"Vor einem Jahr hat Herr Fukui entschieden, aus der Formel 1 auszusteigen. Ich halte das für eine korrekte Entscheidung", sagt der Japaner über seinen Vorgänger. "Wir lieben die Formel 1, aber noch wichtiger ist unser Unternehmen." Infolge der Wirtschaftskrise habe man Einsparungen vornehmen und den Konzern neu ausrichten müssen. Ähnlich hat später auch BMW den Ausstieg aus der Formel 1 begründet.

Doch Insider bezweifeln weiterhin, dass Honda im Dezember 2008 genauso entschieden hätte, wenn zu erahnen gewesen wäre, wie sich die Saison 2009 entwickeln würde. Der Werbewert, der durch das Brawn-Team alleine im Fernsehen generiert wurde, beläuft sich auf geschätzte 170 Millionen Euro. Außerdem soll Honda den Rennstall in Brackley mit deutlich mehr als 100 Millionen Euro subventioniert haben - ohne Branding auf den Autos.

Fotoquelle: Honda

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