Silverstone rüstet sich für die Formel 1 und für die MotoGP

Formel 1 2009

— 24.10.2009

Silverstone steht bereit - aber nicht bedingungslos

Nachdem jüngst das wackelige Finanzierungsmodell von Donington kollabiert ist, macht sich Silverstone bereit, den Grand Prix 2010 auszutragen

Zwischen Silverstone und Bernie Ecclestone glühen mittlerweile die Telefonleitungen. Zwar ist ein Verbleib des britischen Grand Prix auf der traditionsreichen Rennpiste noch nicht in Stein gemeißelt, aber der große Formel-1-Zampano und die Silverstone-Streckenbetreiber arbeiten bereits an einem Notfallplan für 2010. Der ursprünglich für Donington vorgesehene Große Preis wird aufgrund mangelnder Finanzierung wohl ins Wasser fallen.

Simon Gillett hatte bis zuletzt versucht, über Anleihen das Donington-Rennen für 2010 quasi zu erzwingen, doch diese wackelige Finanzkonstruktion ist vor kurzem wenig überraschend endgültig kollabiert. Experten rechnen damit, dass Gillett nun keine Chance mehr haben dürfte, ein neues Finanzierungspaket zu schnüren. Damit ist das Projekt "Grand Prix in Donington" gescheitert und eine Ersatzrennstrecke muss her.

Nun befindet sich Silverstone in der nicht ungünstigen Lage, selbst Bedingungen stellen zu können. Ecclestone braucht einen Grand Prix auf der Insel und Silverstone hat sich zwar angeboten, einzuspringen, betont aber immer wieder, dass das Ganze rentabel sein muss. "Wir haben schon immer gesagt, dass wir mehr als bereit sind, einen Grand Prix auszutragen", erörtert Silverstone-Geschäftsführer Richard Phillips gegenüber 'SportsPro'.

Silverstone müsste Formel 1 und MotoGP stemmen

"Wir hatten dieses Jahr mit insgesamt 300.000 Besuchern am Rennwochenende einen sehr erfolgreichen Grand Prix und alle hatten mächtig viel Spaß. Es besteht kein Zweifel darüber, dass wir die Sache weiterführen könnten." Aber ganz so einfach wie beim Stafettenlauf könnte Donington den Grand Prix nicht nach Northamptonshire übergeben.

Komplikationen ergeben sich nämlich dadurch, dass Silverstone als Formel-1-Ersatz die Motorradweltmeisterschaft gastieren lassen wollte und nun vor der finanziellen und logistischen Mammutaufgabe stünde, beide Events stemmen zu müssen: "Man muss eine Riesenmenge an Tickets verkaufen", erklärt Phillips und fügt an: "So wie sich die Dinge entwickeln, wird die ganze Veranstaltung diesmal etwas teurer, als in der Vergangenheit."

In Silverstone laufen derzeit massive Umbaumaßnahmen, um die Strecke für die MotoGP-Stars sicherer zu machen. "Um es auf den Punkt zu bringen, ich frage mich, ab wann es sich nicht mehr rentiert, einen Grand Prix auszurichten", so der Silverstone-Boss.

Bernie Ecclestone ist gefragt

"Irgendwann ist der Punkt erreicht, wo all das zu viel Geld kostet, um dieses wieder einzufahren, das ist ein Faktor, über den wir nachdenken müssen. Der andere Punkt ist: Normalerweise wären wir schon seit vier Monaten im Kartenvorverkauf und hätten bereits 30 Prozent der Tickets für den Grand Prix 2010 umgesetzt. Man braucht eben ein ganzes Jahr, um ein Event von dieser Größenordnung an den Mann zu bringen."

"Wir hoffen, dass sich alles in den nächsten Tagen klären wird." Der Ball liegt nun bei Ecclestone, der Brite müsste an der Preisschraube der von Silverstone an Ecclestones Formel-1-Vermarktungsimperium zu entrichtenden Gebühren drehen. Wer den Formel-1-Zampano kennt, weiß, dass sich nun ein zähes Ringen ankündigt.

Fotoquelle: xpb.cc

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