Wie lange wird die Einigkeit zwischen Ross Brawn und Jenson Button währen?

Formel 1 2009

— 24.10.2009

Haug: Kein Wettbieten um Button & Co.

Der Gehaltspoker zwischen Brawn und Jenson Button könnte den Weltmeister veranlassen, sich eine neue Bleibe zu suchen - Erteilt McLaren indirekte Absage?

Jenson Button pokert mit Brawn um einen neuen Deal und will auf sein altes Gehaltsniveau jener Zeit zurück, bevor er im Zuge der Hondakrise des Winters 2008/09 Abstriche in seiner Lohntüte machte: Umgerechnet ca. 8,7 Millionen Euro. Teamchef Ross Brawn und Nick Fry sehen diesen Wünschen trotz Meisterschaftstitel nicht ganz so gelassen entgegen und sperren sich gegen Buttons Forderungen.

Nun hat sich Bernie Ecclestone in die Diskussion eingeklinkt und sich auf die Seite des Weltmeisters gestellt: "Die sind ein wenig arrogant, wenn man bedenkt, wie lange sie in der Formel 1 unterwegs sind. Dabei sind sie in Relation gesetzt gerade mal erst seit 10 Minuten dabei", wettert der Brite gegenüber 'Motorsport.com'.

Button will zu altem Gehaltsniveau zurückkehren

Buttons Manager Richard Goddard verweist, dass ein Verbleib bei Brawn nicht in Stein gemeißelt sei: "Es sind momentan viele gute Cockpits verfügbar, es liegt nun an Brawn, uns ein Angebot zu machen". Sollte man sich mit dem in Brackley stationierten Team nicht einig werden, könnte Button in Richtung anderer Top-Teams losziehen, wo eher Gehälter nach seinen Vorstellungen gezahlt werden. Der Weltmeistertitel wäre dafür eine exzellente Visitenkarte.

Eines davon könnte McLaren sein, wo auch Buttons Landmann Lewis Hamilton Gas gibt. Die Fahrerpaarung Hamilton-Button würde nicht nur britische Fans mit der Zunge schnalzen lassen. Auch Kimi Räikkönen wird mit McLaren in Verbindung gebracht, eine solche Konstellation würde Hamiltons Vater und Manager Anthony Hamilton aber wohl unbedingt nicht in den Kram passen.

Dessen ungeachtet steht der Finne weiterhin auf McLarens Liste: "Kimi ist eine Option, aber es sind viele Optionen verfügbar", wird Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug von 'autosport.com' zitiert. Auch Red Bull und Toyota sollen um die Dienste des Weltmeisters von 2007 ringen. Auf ein Wettbieten um Räikkönen will sich McLaren aber nicht einlassen - auch nicht auf ein Wettbieten um einen anderen Fahrer.

Haug lehnt Wettbieten ab

"Eines steht auf jeden Fall fest: Leute, die auf Geld aus sind, sind nicht die Richtigen für uns - wer auch immer das sein könnte", so Haug. Gemeint sein könnte Räikkönen, aber auch Button, dessen Wechselgelüste primär finanziellen Hintergrund haben sollen. "Ich möchte keine Namen nennen, aber wir wollen jemanden, der erfolgsorientiert ist und vollen Einsatz bringt. Wir wollen niemanden, der sagt: 'Ich habe einen großen Namen, zahlt mir viel Geld und ich fahre für euch.'"

"Das Team muss davon überzeugt sein, dass der Fahrer hungrig, motiviert und fokussiert ist. Sein erster Gedanke sollte nicht das Streben nach mehr Geld sein", erklärt der Schwabe und führt aus: "Wir haben unsere Wettbewerbsfähigkeit gezeigt - Lewis hat Siege und Podestplätze herausgefahren und die Jungs geschlagen, welche dieses Jahr um den Titel gekämpft haben. Das zeigt, dass wir in die richtige Richtung gehen. Wir haben uns dieses Jahr stabilisiert und haben für die kommende Saison ein Cockpit in einem Siegfahrzeug anzubieten. Es gibt vielleicht drei, vier, maximal fünf Teams, die so etwas von sich behaupten können."

Und dass Wechsel nur des Geldes wegen nach hinten losgehen können, hat Buttons Landsmann Damon Hill bewiesen. 1996 suchte er ebenfalls als amtierender Weltmeister nach einem Team, welches seine Gehaltsvorstellungen befriedigen konnte und fand diese beim notorischen Underdog-Team Arrows. Der Rest ist Geschichte: 1997 sollte eine insgesamt lausige Saison für Hill werden.

Fotoquelle: xpb.cc

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