World Champions 2009 - kann sich dieses Bild 2010 wiederholen?

Formel 1 2009

— 24.10.2009

Brawns Baustellen

Ross Brawn spricht darüber, wie man das aktuelle Meisterauto weiter verbessern könnte und mit welchem Erfolg er in der neuen Saison rechnet

In Formel-1-Kreisen läuft gegenwärtig die heiße Diskussion, ob der sensationelle Brawn-Erfolg von 2009 bloß ein "One-Hit-Wonder" war, oder ob das in Brackley stationierte Team nachhaltig an seinen diesjährigen Siegeszug anknüpfen kann. Teamchef Ross Brawn ist sich bei der Beantwortung dieser Frage selbst nicht so ganz sicher, wie er gegenüber 'autosport.com' zugibt. Einige Erfolgsgaranten bleiben zumindest bestehen: Die grundsolide technische Basis des Autos sowie ein leistungsfähiges Triebwerk aus dem Hause Mercedes-Benz.

"Nun, wir haben einen sehr guten Motor. Das ist sehr wichtig", ist Brawn überzeugt. "Ich denke, die Regeländerungen des nächsten Jahres sind eine Erweiterung der diesjährigen Regeländerungen. Das Nachtanken wird verboten sein und wir werden etwas andere Reifen haben, aber insgesamt unterscheiden sich die Regeln nicht allzu sehr von den Aktuellen. Ich habe unser neues Auto schon gesehen und die Fortschritte, die wir dabei erzielt haben, besonders im Bereich der Aerodynamik."

"Ich denke, wir werden wieder sehr konkurrenzfähig sein, aber wo wir genau stehen werden, das weiß niemand. Wir konnten an unserem nächstjährigen Auto viele Fortschritte verbuchen und uns diesmal von Anfang an exakt auf den Motor einstellen, das ist ein gewaltiger Schritt nach vorne. Ich bin also recht zuversichtlich, dass wir sehr stark sein werden. Ob es für Rennsiege reichen wird, weiß niemand. Ich denke aber, dass man Respekt vor uns haben wird müssen."

Die Zweigeteilte Formel-1-Saison - ein Technikduell

Laut Brawn könne man die Saison in zwei Hälften unterteilen. In der ersten Jahreshälfte hatte Red Bull noch mit seiner Heckpartie zu kämpfen, als die extrem schlanke hintere Linie und die unkonventionelle Pull-Rod-Radaufhängung nicht hinreichend genau auf den Doppeldiffusor abgestimmt werden konnten. Sobald diese Zähne ineinander griffen, konnte Brawn nicht mehr dank des Doppeldiffusors die Tatsache kaschieren, dass das Meisterauto nur unzureichend an das Mercedes-Aggregat angepasst war - eine Baustelle, um die man sich in Brackley nun ausgiebig kümmern will.

"Die Saison war in zwei Hälften unterteilt", erläutert Brawn, seines Zeichens ehemaliger Technischer Direktor bei Ferrari. "Ich denke, dass unser Auto in der ersten Hälfte insgesamt im Schnitt das Stärkste war, ihr Auto (Red Bull; Anm. d. Red.) war es wohl in der zweiten Saisonhälfte. Manche Entscheidungen, die sie bezüglich des Layouts des Wagens gefällt haben und die ihnen jetzt einen Vorteil verschafft haben, waren in der ersten Jahreshälfte wohl für sie hinderlich."

"Wir hingegen musste einige Kompromisse schließen, um das Auto an den Motor anzupassen. Diese Probleme waren in der ersten Jahreshälfte noch nicht zu sehen, jetzt aber tun sie uns merklich weh. Das Auto ist zu schwer, der Schwerpunkt liegt zu weit oben, es gibt ein paar Sachen an diesem Wagen, die einfach nicht wirklich gut sind und um die wir uns kümmern müssen. Man kann einem neuen Auto nicht binnen sechs Wochen mal ebenso einen neuen Motor verpassen, wenn so was normalerweise sechs Monate in Anspruch nimmt", so Brawn.

Fotoquelle: xpb.cc

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