Lewis Hamilton würde gerne gegen Jenson Button in einem Team fahren

Formel 1 2009

— 25.10.2009

Hamilton wünscht sich konstruktiven Teamkollegen

Wer Heikki Kovalainen ersetzen wird, ist Lewis Hamilton gleichgültig, solange dieser konstruktiv das Team voranbringt und keinerlei interne Unruhe stiftet

Lewis Hamilton weiß, dass er statt des bequemen Heikki Kovalainen einen neuen Teamkollegen bekommen wird. Viele prominente Namen geistern im Moment um das zweite Silberpfeilcockpit, etwa Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen, Williams-Star Nico Rosberg und sogar der aktuelle Champion Jenson Button ist im Zuge seines Gehaltspokers mit Brawn mit McLaren-Mercedes in Verbindung gebracht worden.

Lewis Hamilton kommentiert diese Gerüchte nicht, es sei ihm gleichgültig, wer bei der englisch-schwäbischen Allianz andocken wird, solange er den Rennstall konstruktiv nach vorne und keine Unruhe ins Gefüge bringt. "Es ist mir egal, wer zum Team stößt, solange er in Frieden kommt, produktiv sein und das Team voranbringen will", meinte der Ex-Weltmeister gegenüber 'Autosport'. Was teaminterne Unruhe bedeuten kann, haben die Silberpfeile zuletzt 2007 schmerzvoll erfahren müssen.

Die Gerüchte um Button dürften sich möglicherweise bald selbst erledigt haben, sollte sich der Brite mit seinem Teamboss noch einig werden, nichts desto trotz würde sich Hamilton auf ein Duell mit seinem Landsmann freuen: "Ich würde Jenson als neuen Teamkollegen herzlich willkommen heißen. Er ist ein vernunftorientierter, sehr engagierter Kerl. Er hat diese Meisterschaft verdient und all die Jahre einen fantastischen Job erledigt. Ich könnte nicht glücklicher für ihn sein."

Hamilton würde Button willkommen heißen

Auch für kommende Saison erwartet der Silberpfeilpilot einige heiße Duelle mit seinem Mercedes-Markenkollegen: "Er wird kommende Saison ein harter Konkurrent sein, ob nun bei Brawn oder bei McLaren. Ich hoffe allerdings, von Anfang an gegen ihn an kämpfen zu können, nicht erst ab der zweiten Saisonhälfte, wie dieses Jahr. Das wäre unglaublich, das wäre der Wahnsinn."

Letztes Jahr um diese Zeit hatte Hamilton nach dem dramatischsten Formel-1-Finale aller Zeiten selbst nach der Krone gegriffen, ein Jahr später blieben den jüngsten Champion nur noch Gelegenheitserfolge vergönnt. Dennoch ist er nicht unzufrieden: "Die Saison ist für uns immer besser und besser verlaufen. Vergangenes Wochenende von Startposition 17 auf Platz drei vorzufahren, hat sich so befriedigend wie ein Sieg angefühlt."

Aber so ist eben der Sport, wo es bergauf geht, kann man auch wieder bergab rutschen: "Alles ist dieses Jahr so schnell passiert, irgendwann erwischt es jeden, dieses Jahr hat es uns erwischt. Ich weiß, dass ich nicht immer die richtigen Entscheidungen gefällt habe, aber ich habe immer die Leistung abgeliefert, die ich mir erhofft hatte."

Hamiltons "schwierigste Zeit des Lebens"

Gemeint ist die Lügenaffäre von Melbourne, als Hamiltons dritter Platz wegen einer Falschaussage vor den Rennkomissaren wieder aberkannt worden ist: "Was in Australien bei den Stewards passiert war und sich bis ins nächste Rennen in Sepang hinzog, war eine Zeit, wo ich meinen Mann stehen und mich entschuldigen musste."

"Ich glaube nicht, dass die Leute die ganze Geschichte erfahren haben, aber ich musste mich vor die ganze Welt hinstellen und sagen, dass es mir leid tut. Es war die schwierigste Zeit meines Lebens, aber ich hoffe, dass die Leute akzeptieren können, dass ich auch nur ein Mensch bin und Fehler machen kann."

Hamilton ging die Sache so nahe, dass er kurz erwogen haben soll, den Formel-1-Helm an den Nagel zu hängen. "Die Formel 1 wollte ich aber nicht aufgeben, ich bin niemand, der die Flinte ins Korn wirft. Zu dem Zeitpunkt sind meine Gefühle aber Achterbahn gefahren und ich habe wohl Sachen gesagt, die nicht gründlich durchdacht waren. Die Wahrheit ist, dass ich den Rennsport liebe. Ich könnte in diesem Sport nicht glücklicher sein, als ich es jetzt bin", so Hamilton.

Fotoquelle: xpb.cc

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