Formel 1, GP von England 2009, Sebastian Vettel feiert seinen Sieg

Formel 1 2009: GP von England

— 22.06.2009

"Ein saugeiles Rennen"

Sebastian Vettel hat den Großen Preis von England gewonnen. Und Papa Norbert kommentierte den dritten Formel-1-Sieg seines Sohnes treffend: "Ein saugeiles Rennen. Es passte alles."

Mit seinem zweiten Sieg in der Formel-1-Saison 2009 beendete Sebastian Vettel am Sonntag (21. Juni) ausgerechnet im "Home of British Motor Racing" von Silverstone die Erfolgsserie von Lokalmatador Jenson Button. Vor 90.000 Zuschauern lieferte der WM-Spitzenreiter mit Platz sechs sein schlechtestes Ergebnis für das BrawnGP-Team ab. "Ein Traum wird wahr", jubelte Vettel über den Boxenfunk. Sein australischer Teamkollege Mark Webber verhalf dem Red-Bull-Team wie in China zum zweiten Doppelerfolg. Auf Rang drei kam Button-Kollege Rubens Barrichello im zweiten Brawn-Mercedes vor Felipe Massa (Ferrari) und Nico Rosberg (Williams) ins Ziel. "Es ging einfach nicht. Das war total frustrierend", gestand Button. In der WM-Gesamtwertung 2009 liegt der 29-jährige Brite mit jetzt 64 Punkten nach dem achten Rennen aber weiterhin klar vorn. Barrichello ist mit 41 Zählern als Zweiter aber nur noch zwei Punkte besser als Vettel, der mit breiter Brust zum Deutschland-Grand-Prix in drei Wochen auf den Nürburgring kommt. "Ich hoffe, es geht so weiter", sagte Vettel.

"Ein fantastischer Job. Brillant", lobte Red-Bull-Teamchef Christian Horner seinen von der Pole Position gestarteten Jungstar, der zum dritten Mal in seiner Laufbahn die oberste Stufe des Siegertreppchens bestieg. "Hut ab – in diesem Alter", meinte Fußball-Nationalspieler Michael Ballack, der als Gast des Ferrari-Teams erstmals ein Formel-1-Rennen live erlebte. "Ein Riesending", freute sich Vater Norbert Vettel mit seinen Sohn, der nach 1:22:49,328 Stunden als Erster die Ziellinie kreutzte. "Ein saugeiles Rennen. Es passte alles", kommentierte der Papa.

Willkommene Unterbrechung

Das Red Bull-Team feiert ausgelassen den Sieg in Silverstone und will weiter um den WM-Titel kämpfen.

Der ziemlich ereignislose Grand Prix verschaffte dem Formel-1-Zirkus eine willkommene Verschnaufpause inmitten der Grabenkämpfe zwischen der Herstellervreinigung FOTA und dem Automobil-Weltverband FIA um die Zukunft der Königsklasse. Vettel und sein Red-Bull-Team dominierten die Abschiedsvorstellung der Traditionsstrecke von Silverstone, auf der 1950 das erste Formel-1-Rennen ausgetragen worden war, vom Freitagstraining an nach Belieben. Im Kampf um die Weltmeisterschaft hofft das österreichische Team sie nun auf eine Wende.

Rosberg stark – Glock, Heidfeld und Sutil enttäuschen

Nico Rosberg lieferte in Silverstone eine gute Vorstellung ab und holte wie schon in Istanbul als Fünfter vier Punkte.

Eine starke Vorstellung bot auch Williams-Mann Nico Rosberg. Am Start verbesserte er sich um eine Position auf Platz sechs und fuhr mit einer klugen Strategie bis zur Mitte des Rennens auf die vierte Position vor. Beim zweiten Reifenwechsel musste der Wiesbadener allerdings den Ferrari von Felipe Massa vorbeiziehen lassen, der sich von Startplatz elf durchs Feld gepflügt hatte. "Echt schade. Vierter war ganz locker drin", befand Rosberg nach dem Rennen. Toyota-Pilot Timo Glock (Wersau) verpasste nach einem vergurkten Start mit dem undankbaren neunten Platz die Punkteränge knapp. Nick Heidfeld (BMW-Sauber) als 15. und Force-India-Fahrer Adrian Sutil als 17. haben erneut ein eher enttäuschendes Ergebnis zuverkraften.

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