Formel 1 2009 — autobild.de — 04.07.2009
Ecclestone-Aussagen sorgen für Wirbel
Aufregung um Aussagen von Bernie Ecclestone: Der Formel-1-Boss spricht über Adolf Hitler und schlägt Max Mosley als Premierminister vor
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Denn in Großbritannien sorgt derzeit ein Interview für Riesenwirbel, dass Ecclestone der angesehenen Londoner 'Times' gegeben hat. Darin offenbarte er einige seiner politischen Ansichten und er betonte die Vorzüge einer Diktatur gegenüber denen einer einer Demokratie - kein Wunder, wenn man weiß, wie er sein Formel-1-Imperium aufgebaut hat. Doch mit seiner Unbekümmertheit schoss er diesmal deutlich über das Ziel hinaus.
Über Hitlers Führungsqualitäten
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Dass so ein Statement von einem der bedeutendsten Geschäftsmänner Großbritanniens in der Öffentlichkeit auf Unverständnis stößt, versteht sich von selbst - zumal die Formel 1 schon vor gut einem Jahr in ein schiefes Licht geraden ist, als pikante Details über eine Sexorgie von Max Mosley publiziert und zunächst in einem nationalsozialistischen Zusammenhang dargestellt wurden. Dieser wurde freilich später vor Gericht entkräftet.
Doch Ecclestone geht es wohl vordergründig darum, seine Vorliebe für "starke Führungspersönlichkeiten" zum Ausdruck zu bringen - neben Hitler nennt er in diesem Zusammenhang auch die frühere britische Premierministerin Margaret Thatcher ("Eiserne Lady"), deren Nachfolger seiner Meinung nach das Land den Bach runtergehen lassen: "Gordon (Brown) und Tony (Blair; Anm. d. Red.) - all diese Jungs versuchen doch nur, es allen recht zu machen", so der Formel-1-Promoter.
Mosley als Premierminister?
Darüber hinaus stellt Ecclestone in Frage, ob es richtig war, die Regimes in Afghanistan und im Irak durch militärische Intervention von außen zu stürzen: "Wir marschieren in Länder ein, ohne Ahnung von ihrer Kultur zu haben. Die Amerikaner haben anscheinend gedacht, dass Bosnien eine Stadt in Miami ist. In Afrika hungern die Menschen. Da lehnen wir uns zurück und unternehmen nichts, aber wir mischen uns in Dinge ein, in die wir uns nicht einmischen sollten."
Abschließend bringt er noch seinen langjährigen Freund Mosley als Kandidaten auf das Büro des Premierministers in der Londoner Downing Street ins Spiel: "Max würde einen Superjob machen. Er kann Leute gut führen. Ich glaube nicht, dass sein Hintergrund ein Problem wäre." Der da wäre: Mosleys Vater war Oswald Mosley, ein britischer Faschistenführer zur Zeit des Zweiten Weltkriegs und ein guter Bekannter von mehreren NS-Größen...
Fotoquelle: xpb.cc






Kommentare zum Artikel (1)
Das sehen Sie auch so? Oder anders? Diskutieren Sie mit!05.07.2009 07:26Uhr
War doch eine relative Aussage.
Wer gewinnt hat recht, die USA gewinnen Kriege, die mit Lügen angefangen haben, das stellt aber niemand in Frage, weil sie eben gewinnen.
Hätte der unsägliche, abstoßende Hitler den Krieg gewonnen, wäre er jetzt unser Held- was ist daran falsch ( an dieser Aussage)?
Gott sei Dank war er ein schlechter Diktator.
Nichts anderes hat Bernie gesagt.
Wie schon gesagt: Geschichte schreiben die Gewinner.......
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