Gerhard Berger sieht seinen einstigen "Schüler" Sebastian Vettel als Favoriten

Formel 1 2010

— 03.01.2010

Berger: Für Rosberg wird es schwierig

Gerhard Berger hat Michael Schumacher voll auf der Rechnung und grinst über wütende Tifosi, die den deutschen Rekordmeister als "Verräter" bezeichnen

Gerhard Berger sieht in Red Bull und Sebastian Vettel zwar die Hauptfavoriten für 2010, freut sich aber über das anstehende Duell der Formel-1-Asse Michael Schumacher, Fernando Alonso und Lewis Hamilton. Besonders auf den deutschen Wiedereinsteiger hat der Österreicher ein Auge geworfen und traut ihm einiges zu, nicht zuletzt dank der Allianz mit Mercedes und Mastermind Ross Brawn.

"Eine super Konstellation. Ich traue dem Michael Schumacher alles zu. Für Rosberg wäre es schon eine große Leistung, wenn er nur dagegenhalten kann. Es ist nicht möglich, dass er Michaels Vorteil an Erfahrung, politischem Gespür und Durchsetzungsvermögen auf Anhieb wettmacht. Michael weiß, wie er das Team um ihn herum aufbauen muss. Und jetzt hat er mit Ross Brawn wieder seinen alten Partner an der Seite. Wenn Nico ihn trotzdem schlagen könnte, wäre er der Überflieger", erklärte der einstige Toro-Rosso-Teamchef bei 'Auto Motor und Sport'.

Aber selbst wenn das gelingt, sei der Weg zum Titel damit automatisch noch nicht frei. 2010 sei das Jahr der "roten Bullen", glaubt Berger. "Meine Reihenfolge heißt Red Bull vor Mercedes, McLaren und Ferrari." Der Grund, warum er alle Jetons auf Red Bull setzt: "Weil sie mit Adrian Newey den besten Designer haben. Adrian hat 2009 gezeigt, wozu er im Stande ist, wenn er mit einem weißen Blatt Papier beginnen kann. Deshalb ist Vettel für mich Favorit. Er sollte Webber im Griff haben."

Obwohl Schumacher drei Jahre lang an keinem ernsthaften Automobilrennen teilgenommen hat, hat ihn der beliebte Tiroler auf der Rechnung. Denn: "Er war doch nie richtig weg. Michael ist immer am Ball geblieben, er hat hin und wieder getestet, hat sich mit Motorrad- und Kartrennen den Kampfgeist erhalten. Fit ist er auch, und jetzt hat er auch wieder seine Batterien aufgeladen. Ich bin überzeugt, dass er um die WM mitfahren wird, wenn das Material stimmt."

In Italien ist allerdings nicht alles eitel Sonnenschein, die leidenschaftlichen Tifosi haben den Rekordchampion, der viel Glanz und Gloria nach Maranello gespült hatte, gar als "Verräter" bezeichnet. Doch über so was kann Berger nur grinsen - nicht zuletzt dank seiner eigenen Erfahrungen mit den Medien aus seiner eigenen Zeit bei Ferrari. "So reden sie jetzt, weil sie ihm nicht ins Gesicht schauen müssen. Wenn er dann vor ihnen steht, fallen sie auf die Knie und beten ihn an."

Fotoquelle: xpb.cc

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