Happy End trotz Silbermedaille: Red Bull feiert den Sieg beim Saisonfinale

Formel 1 2010

— 03.01.2010

Horner: Webber war etwas gehandicapt

Christian Horner ist voll des Lobes über seine Mannschaft und für seine Piloten Sebastian Vettel und Mark Webber

Der zweite Platz ist immer der erste Verlierer, heißt es immer so schön, doch wäre Red-Bull-Teamchef Christian Horner vor Saisonbeginn 2009 ein solcher angeboten worden, hätte der 36-Jährige wohl bedenkenlos zugeschlagen. Und das zu recht: Es war für den in Milton Keynes ansässigen Rennstall das beste Jahr seiner Geschichte, das betrifft sowohl die Jahre als Stewart-Ford (1997 - 1999), als auch in den Farben von Jaguar-Racing (2000 - 2004).

Bis 2009 datierte der letzte Sieg für die Mannen aus Milton Keynes auf den 26. September 1999, als Johnny Herbert unter chaotischen Bedingungen den ersten Sieg geholt hat. 2009 gab es deren sechs und alle in souveräner Manier eingefahren. Der größte Triumph gelang wohl in Schanghai: Doppelsieg im Regen und der erste Triumph für Red Bull. "Es war ein fantastisches Jahr für das Team und ein riesiger Schritt nach vorne", lobte Horner gegenüber 'crash.net' seine Mannschaft.

"Es war eine Saison, wo wir unseren ersten Grand Prix für uns entscheiden konnten. Danach haben wir noch fünf gewonnen, haben Doppelsiege eingefahren und bis zum Ende um die Meisterschaft gekämpft. Es war ein tolles Jahr. Am Ende haben wir den Titel verloren. Wir haben wohl zu Beginn der Saison zu viel Boden verloren, als das Brawn-Team dank Doppeldiffusor alle Lorbeeren erntete. Als wir den dann auch an unserem Auto installiert hatten, konnten wir jedes andere Team herausfordern.

Trotz verlorenem Titel war es ein Jahr voller Highlights: "China war etwas ganz besonders. Nicht nur unser erster Sieg, sondern auch noch ein Doppelerfolg: Ein toller Moment für das Team, für Red Bull und natürlich für Dietrich Mateschitz, der so viel Leidenschaft für den Sport mitbringt."

Horner: Titel wurde nicht in Brasilien verloren

"Dann unser Heimrennen zu gewinnen, wo unser Team zuhause ist - wieder mit einem Doppelsieg, war auch fantastisch und auch Marks erster Sieg in Deutschland zwei Wochen später war auch ein Highlight." Sebastian Vettel hat auch 2009 vollends überzeugt und gilt als einer der neuen Titelaspiranten. Im Schatten des Deutschen geht Mark Webber beinahe ein wenig unter, doch Horner betont, dass auch Mark Webber seinen Teil beigetragen hat und nicht zuletzt etwas gehandicapt war.

Der erste Sieg sei für jeden Fahrer etwas besonderes, "aber Mark musste sehr, sehr hart dafür arbeiten, besonders nachdem er sich von seinem Beinbruch im Winter erholen musste. Das war ein komplizierter Bruch, dazu kam eine gebrochene Schulter, von der er auch noch vergessen hat, uns davon zu erzählen", erklärt Horner.

"Mark wird zugeben müssen, dass ihn die Verletzungen anfangs behindert haben. Während der Tests auf jeden Fall und während der ersten paar Rennen wohl auch. Er hat das dann aber recht schnell überwunden und sich prächtig erholt. Ab dann fuhr er exzellente Rennen, zum Beispiel Barcelona, Istanbul, Monaco und Silverstone. Er hat es nicht nur geschafft, zum Saisonbeginn rechtzeitig fit zu sein, sondern auch sein erstes Rennen zu gewinnen."

Fotoquelle: xpb.cc

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