Red Bull sorgt in der Formel 1 für den guten, alten österreichischen Charme

Formel 1 2010

— 04.01.2010

Red Bull und Räikkönen: "Man wird sehen..."

Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko spricht über Kimi Räikkönen, Renault und die österreichische Nationalhymne, welche in China nicht erklungen war

In Milton Keynes laufen die Vorbereitungen auf die neue Saison auf Hochtouren. Durch die Klärung der Motorenfrage haben die Ingenieure nun Planungssicherheit für den neuen Red Bull RB6. Doch warum eigentlich Renault? Nicht wenige werden sich erinnern können, dass der Rennstall um Teamchef Christian Horner noch im Sommer 2009 nicht allzu gut auf die französische Motorenschmiede zu sprechen war: Zu defektanfällig seien die einst weltmeisterlichen Aggregate.

Nach einem Flirt mit Mercedes hat man sich entschlossen, doch noch die Zusammenarbeit zu verlängern - nicht nur aus Gründen der Kontinuität, wie Motorsport-Berater Dr. Helmut Marko gegenüber 'laola1.at' erklärt. "Bei Renault hat man, nachdem wir uns nach den Rennen in Valencia und Monza zusammengesetzt haben, - auf gut steirisch - in die Hände gespuckt. Wir wissen, dass da jetzt mit einem anderen Engagement gearbeitet wird. Und zum anderen sollte auch 2010 die 'Engine Parity' gelten."

"Bis auf Mercedes sind da alle Motoren-Hersteller auf einem Niveau. Da wird es sicher irgendeine Regelung geben müssen, damit sich alle Motorleistungen wieder angleichen", erklärt der Österreicher und langjährige Freund von Formel-1-Legende Jochen Rindt. Auch die endgültige Festlegung des Bereichs der Unterbodenaerodynamik sollte dafür sorgen, dass 2010 Red Bull von Anfang an attackieren kann.

2009 hatte das österreichische Team noch auf den viel beschworenen Doppeldiffusor verzichtet und war dadurch im Zuge der Aufholjagd auf die Nase gefallen. Jetzt herrscht wieder Gleichstand zwischen den Teams - vorerst zumindest. "Diese Konstruktion haben wir natürlich auch in Überlegung gehabt, aber letztlich wegen des Regelwerks verworfen", schildert Marko das Kapitel Doppeldiffusor.

Red Bull vorsichtshalber mit Ersatz-CD in Bahrain

"Dadurch waren wir gezwungen, bei gewissen Rennen eine aggressivere Strategie zu fahren. Im Nachhinein wäre es wahrscheinlich gescheiter gewesen, auf Platzierung zu fahren und nicht unbedingt immer auf Sieg." Sieg ist ein gutes Stichwort, denn nur mit einem siegfähigen Fahrzeug kann man die besten Fahrer anlocken.

Kimi Räikkönen hat trotz seiner Schwächephase nichts von seinem Nimbus als schneller Pilot eingebüßt und die Gerüchte, wonach der frischgebackene Rallye-Pilot an der Seite von Red Bull in die Formel 1 zurückkehren könnte, wehen immer noch wie ein lauer Frühlingswind durch die Boxengasse: "Das ist ein reines Gerücht. Räikkönen wird 2010 jetzt einmal Rallye fahren", wiegelt Marko ab. Und fügt vielsagend hinzu: "Und was sich dann weiter ergibt, wird man sehen."

Der erste Red-Bull-Sieg ist noch in guter Erinnerung: Sebastian Vettel betrat das Podest und man erwartete die österreichische Nationalhymne - stattdessen wurde wieder einmal die britische Königin gerettet. Ein peinlicher Fauxpas des Veranstalters, der zur Folge hatte, dass sich in Bahrain neben Reifen und Werkzeug auch eine CD mit der Hymne der Alpenrepublik im Gepäck des Teams befand.

Marko grinst: "Klar haben wir die sicherheitshalber mitgehabt. Aber es hat ohnehin eine Entschuldigung seitens der Verantwortlichen gegeben - auch in Form einer schriftlichen Entschuldigung an Herrn Mateschitz. Das war denen mehr als peinlich."

Fotoquelle: xpb.cc

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