Die Tore zum Museum sind in Donington seit dieser Woche wieder geöffnet

Formel 1 2010

— 06.01.2010

Donington: Wheatcroft-Familie sucht neuen Pächter

Nachdem die Kontrolle über Donington Park wieder zur Eigentümer-Familie übergegangen ist, versuchen die Wheatcrofts die Strecke wiederherzustellen

Nachdem die Insolvenzverwalter von Simon Gilletts Firma Donington Ventures Leisure Limited (DVLL) keinen Käufer für den Pachtvertrag mit der Rennstrecke in Donington finden konnte, suchen die Eigentümer des Kurses nun selbst einen neuen Pächter. Kevin Wheatcroft, Sohn des inzwischen verstorbenenen langjährigen Besitzers Tom Wheatcroft, versichert gegenüber der Zeitung 'Derby Telegraph', dass seine Familie nach dem Chaos der vergangenen Monate "alles unternehme, um zur Normalität zurückzukehren."

"Als wir die Kontrolle über die Strecke zurückbekamen, haben wir uns unverzüglich an die Arbeit gemacht", so Wheatcroft. "Punkt Nummer eins war es, so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten. Und seit dieser Woche haben das Museum, das Café und das Büro der Rennleitung wieder geöffnet." Nach der DVLL-Pleite standen zunächst 40 Mitarbeiter plötzlich auf der Straße. Zudem ist die Rennstrecke durch die mittendrin abgebrochenen Umbaumaßnahmen derzeit unbrauchbar.

"Wir können nun einschätzen, was benötigt wird, um alles wieder so herzustellen, wie es vorher war. Wir gehen davon aus, dass dies um die 600.000 Britische Pfund (umgerechnet gut 670.000 Euro) kosten wird. Aber um den Grand-Prix-Standard zu erreichen, müsste man ein paar Nullen anhängen." Ziel sei es daher, die Strecke wieder betriebsfähig zu machen. Dann sei es auch denkbar, dass beispielsweise die Britische Superbike-Serie nach Donington zurückkehre.

Vorher müsse aber jemand gefunden werden, der die Strecke auf Vollzeit-Basis betreiben könne. "Für uns ist das eine zu große Aufgabe. Wir wollen jemanden finden, der die Arbeit weiterführen kann", so Wheatcroft. "Wir wissen, dass die Strecke neu hergerichtet werden muss. Das ist von Zeit zu Zeit überall der Fall." Einen Mangel an Interessenten gebe es nicht. "Wir haben zwölf potenzielle Pächter in nur zwölf Tagen gefunden."

Baldige Bekanntgabe des neuen Pächters

Wheatcroft hofft, dass er in den kommenden zwei bis drei Wochen den neuen Pächter bekanntgeben kann. Die vergangenen Monate seien für seine Familie sehr schwierig gewesen. "Ich bin besonders deshalb traurig, da die Donington-Probleme Zeit gekostet haben, die wir besser mit meinem Vater verbracht hätten, während er nach einer schweren Krankheit im Sterben lag."

Die Anteilnahme nach dem Tod seines Vaters sei sehr groß gewesen. "Die Zuschriften der normalen Leute haben uns dabei am meisten bewegt. Bei der Beerdigung haben wir zudem 12.000 Pfund (rund 13.400 Euro) für die Krebsstiftung Hope zusammengetragen. Wir schulden es den vielen Leuten, die sich uns gegenüber während all der Zeit so loyal verhalten haben, dass wir die Strecke wieder eröffnen können."

Fotoquelle: xpb.cc

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