Frédéric Vervisch konnte sich bislang noch nicht bei einem Formel-1-Test beweisen

Formel 1 2010

— 08.01.2010

Vervisch hofft auf seine Formel-1-Chance

Force India hat ihm einen Test versprochen, doch noch hat dieser nicht stattgefunden: Frédéric Vervisch wartet auf seine große Chance

2008 entschied Frédéric Vervisch die asiatische Formel-3-Meisterschaft für sich und machte damit einen großen Schritt Richtung Formel 1: Das britisch-indische Force-India-Team hatte für den bestplatzierten Piloten eine Probefahrt im Formel-1-Rennwagen ausgelobt, doch zu besagtem Test ist es bislang nicht gekommen. Verwisch hat die Hoffnung darauf aber noch nicht restlos aufgeben.

Die lange Wartezeit seit 2008 frustriert den 23-Jährigen dennoch: "Dass ich bislang nicht an einem Test teilnehmen konnte, ist ein herber Rückschlag und sehr enttäuschend. Es liegt nun beinahe schon zwei Jahre zurück, dass ich den Titel in der asiatischen Formel 3 gewonnen habe, doch plötzlich wurde es ganz still", sagt Verwisch, der 2009 zuletzt in der Atlantic-Meisterschaft unterwegs war.

"Wir haben alles Erdenkliche getan, um diesen Test möglich zu machen, aber bisher hat es nicht geklappt. Meinen Traum von der Formel 1 habe ich allerdings noch nicht aufgegeben", so der Belgier. "Mir bleiben noch immer zwei bis drei Jahre, um den Sprung in die Formel 1 zu schaffen. Sollten sich mir 2011 aber keine Chancen bieten, dann muss ich mir wohl Gedanken um meine Zukunft machen."

Gegenüber 'GPupdate.net' verweist das Team von Vijay Mallya auf das strikte Testverbot in der Formel 1. Testkilometer seien nun eben ungeheuer wichtig "und die Priorität liegt jetzt ganz klar darauf, unseren Stammfahrern vor der Saison 2010 möglichst viel Zeit im Auto zu verschaffen", heißt es in einem Statement des Rennstalls, bei dem Adrian Sutil und Vitantonio Liuzzi ins Lenkrad greifen.

Auch bei den Young-Driver-Days im Dezember 2009 hatte Vervisch das Nachsehen: Statt dem Belgier durften Paul di Resta und J.R. Hildebrand ins Testcockpit von Force India klettern. Aber gut Ding will Weile haben: Der Brite Oliver Turvey musste drei Jahre darauf warten, bis sein McLaren/Autosport/BRDC-Award eingelöst endlich wurde und er ein McLaren-Auto testen konnte...

Fotoquelle: Renault

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