Bahrains Streckenboss Martin Whitaker lockt die Formel-1-Teams in die Wüste

Formel 1 2010

— 10.01.2010

Bahrain wirbt für Testfahrten in der Wüste

Der Wintereinbruch in Europa macht auch vor Spanien nicht halt - Bahrain bietet sich als Ausweichmöglichkeit für Testfahrten an

In der Formel 1 herrscht derzeit noch absolutes Testverbot. Erst ab Februar dürfen die Teams ihre neuen Fahrzeuge auf der Strecke ausprobieren. Vor dem Saisonstart in Bahrain Mitte März sind insgesamt vier jeweils mehrtägige Testfahrten in Spanien geplant, an denen alle Teams teilnehmen dürfen. Den Auftakt soll am 1. Februar Valencia machen, bevor zweimal in Jerez und abschließend in Barcelona gefahren wird.

So lauten zumindest die derzeitigen Planungen der Formel-1-Teams. Doch das kalte und niederschlagreiche Wetter in Europa könnte den Verantwortlichen einen Strich durch die Rechnung machen. Bei den Motorrädern sind in diesem Jahr bereits Testfahrten dem schlechten Wetter zum Opfer gefallen: Das Moto2-Team Tech 3 konnte vergangene Woche nicht wie gewünscht in Valencia fahren und die Superbike-Mannschaft von Ten-Kate-Honda hat Pläne über zusätzliche Testfahrten am Ende des Monats ebenfalls aufgrund der Wettervorhersagen verworfen.

Martin Whitaker, Chef des Bahrain Sakhir Circuit, bringt nun seine Rennstrecke als möglichen Ersatz ins Gespräch, sollten die Formel-1-Teams im Februar in Europa nicht wie gewünscht testen können. "Wir befinden uns gerade mit den Teams in Gesprächen und ich bin mir sicher, dass viele von ihnen mehr als glücklich wären, sollten sie in Bahrain testen können", so Whitaker gegenüber den 'Gulf Daily News'.

Der Streckenboss weiß aber auch, dass Testfahrten außerhalb Europas aufgrund der beschlossenen Sparmaßnahmen der Teams derzeit verboten sind. Einzige Ausnahme bildet diesbezüglich lediglich der Roll-Out des US-F1-Teams in Alabama, da das Team in Nordamerika beheimatet ist. "Aber sollten die Teams, die hierher kommen möchten, die Erlaubnis ihrer Rivalen erhalten, würden wir sie willkommen heißen." Man sei zuversichtlich, dass man ein oder zwei Teams noch vor dem Saisonstart zu Testfahrten nach Bahrain locken könne, so Whitaker.

Bahrain bietet besseres Preis-Leistungs-Verhältnis

Doch bis zum ersten geplanten Formel-1-Test in Valencia vergehen noch drei Wochen, in denen sich das europäische Wetter auch wieder bessern kann. Dessen ist sich auch Whitaker bewusst. "Im Moment ist es immer noch zu früh, um irgendetwas mit Sicherheit zu sagen." Viele Teams seien ohnehin noch gar nicht dazu in der Lage, ihre neuen Autos überhaupt schon auf die Strecke zu schicken.

Trotz der weiten Anreise liegen die Vorteile des Sakhir Circuit in Whitakers Augen auf der Hand: "Man kann hier um 7:30 Uhr loslegen und bis 18:30 Uhr bei konstanten Luft- und Asphalttemperaturen durchgehend testen. Das bekommt man in Europa nicht, wo man um 11 Uhr normalerweise noch damit beschäftigt ist, den Frost von der Strecke zu bekommen." Die hohen Reisekosten würden also durch die besseren Bedingungen wieder ausgeglichen werden, zumal die Teams für das Auftaktrennen der Saison ohnehin nach Bahrain reisen müssen.

Fotoquelle: BIC

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