McLaren: Der Umsatz ist 2008 gestiegen - der Verlust allerdings auch

Formel 1 2010

— 10.01.2010

McLaren-Gruppe 2008 mit Millionen-Verlust

Trotz des Fahrer-WM-Titels und Mehreinnahmen beim Formel-1-Team hat die McLaren-Gruppe 2008 rund 49 Millionen Euro Verlust gemacht

Eigentlich hätte das Jahr 2008 aus finanzieller Sicht für McLaren ein großartiges Jahr werden müssen. Schließlich gewann Lewis Hamilton die Fahrerweltmeisterschaft für das Formel-1-Team aus Woking und McLarens Sportwagen SLR verkaufte sich besser als im Jahr zuvor. Dennoch stand für die Firmengruppe laut 'Pitpass.com' unterm Strich ein Verlust von 44 Millionen Britischen Pfund (umgerechnet rund 49 Millionen Euro) nach Steuern zu Buche.

Die McLaren-Gruppe hat kürzlich seine Geschäftzahlen des Jahres 2008 veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass das Unternehmen seinerzeit den höchsten Umsatz der Firmengeschichte erzielen konnte: 264,9 Millionen Britische Pfund (rund 295 Millionen Euro). Dies sei nicht zuletzt durch gesteigerte Absatzzahlen des Sportwagens SLR sowie höhere Einkünfte des Formel-1-Teams möglich gewesen. Der Rennstall um Weltmeister Hamilton machte sogar gut 14 Millionen Pfund (rund 15,5 Millionen Euro) Gewinn - sinkende Kosten bei gleichzeitig wachsenden Einnahmen aus Bonuszahlungen der Sponsoren machten es möglich.

Trotzdem machte die Firmengruppe am Ende Verlust. Dies hängt wohl vor allem mit den gigantischen Kosten zusammen, die für die Entwicklung des neuen Supersportwagens MP4-12C aufgewendet wurden. Allein 2008 wurden 49 Millionen Pfund (rund 54,5 Millionen Euro) in die Forschungs- und Entwicklungsabteilung der Sportwagenschmiede gesteckt. Dadurch stieg letztlich auch die Verschuldung des Unternehmens an.

Vor diesem Hintergrund erscheint der Mercedes-Ausstieg immer sinnvoller. Schon im November hatte Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche gesagt: "McLaren hat ein Interesse daran und hat auch entsprechend agiert, sich im Automobilbau zu engagieren. Das hat sich nicht mit unseren Interessen gedeckt. Für die anderen Anteilseigner wurde der Aufbau eines McLaren-Supersportwagens immer wichtiger." Der Ausstieg bei McLaren sei demnach nur folgerichtig gewesen, so Zetsche.

Die Vereinbarung zwischen dem Daimler-Konzern und McLaren sieht vor, dass die McLaren-Gruppe innerhalb der nächsten zwei Jahre die 40 Prozent Aktien, die Daimler daran hält, zurückkaufen wird. Dies könnte angesichts der nun bekannt gewordenen Zahlen den übrigen Anteilseignern, darunter Ron Dennis und Mansour Ojjeh, schwerer fallen als zunächst gedacht.

Fotoquelle: xpb.cc

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