Jackie Stewart meint, Jenson Button hätte im Team Ross Brawns bleiben sollen

Formel 1 2010

— 10.01.2010

Stewart: "Button wird es schwer haben"

Ex-Weltmeister Jackie Stewart ist nach wie vor der Meinung, dass ein Verbleib im Team Ross Brawns für Jenson Button die bessere Wahl gewesen wäre

Hätte Michael Schumacher nicht kurz vor Weihnachten sein Comeback bei Mercedes angekündigt, wäre es vielleicht die Nachricht dieses Winters gewesen: Weltmeister Jenson Button wechselt an die Seite seines Vorgängers Lewis Hamilton zu McLaren bildet mit seinem Landmann künftig eine Art britisches All-Star-Team. Doch Schumachers Comebackankündigung hat Buttons bemerkenswerten Wechsel zumindest medial schnell verdrängt. Doch hat der Rekordweltmeister den amtierendem Champion auch aus dem Team gedrängt?

Mercedes-Teamchef Ross Brawn hat diese Spekulation zurückgewiesen und bereits kurz vor Weihnachten erklärt, dass die Verhandlungen mit Button bereits gescheitert waren, bevor Schumacher seitens des Teams aus Brackley angesprochen wurde. Doch Ex-Weltmeister Jackie Stewart hält es für möglich, dass Mercedes in seiner Eigenschaft als neuer Brawn-Eigentümer vielleicht gar nicht so traurig über Buttons Entscheidung war.

"Ich bin mir nicht sicher, ob Mercedes Jenson überhaupt haben wollte, als sie sich entschieden hatten das Brawn-Team zu kaufen", so Stewart gegenüber 'Crash.net'. Aus Sicht des dreifachen Champions waren Buttons Leistungen während der zweiten Saisonhälfte längst nicht so "magisch", wie dies noch zu Saisonbeginn der Fall gewesen sei. "Der erste Teil der Saison hat uns allen den Atem geraubt. Er fuhr glänzend."

"Er fuhr mit einem derart schönen Stil, auf den auch ich stolz gewesen wäre", sagt der Schotte über Button. "Ich denke, Jim Clark wäre ebenfalls stolz darauf gewesen und Alain Prost ebenso. Es war der selbe saubere und sanfte Fahrstil. Aber während der zweiten Saisonhälfte war ich mir ziemlich sicher, dass Rubens den besseren Job gemacht hat, bis zum letzten Rennen."

Hat Mercedes Button gar nicht gewollt?

Dies sei Mercedes sicherlich nicht verborgen geblieben und deshalb sei der Motorenlieferant vielleicht nicht bis zum Äußersten entschlossen gewesen, Button zu halten. "Es könnte sein, dass sie sich gegen ihn entschieden haben, als es dann um einen bestimmten Geldbetrag ging, den er vielleicht haben wollte. Also hat er sich entschieden, aber vielleicht hatte er auch gar keine Wahl."

Ähnlich wie nun Stewart äußerte sich bereits der ehemalige Teambesitzer Eddie Jordan unmittelbar nach der Verkündung von Buttons Wechsel zu McLaren. "Meinen Insiderinformationen zu Folge hat Mercedes ihn freigestellt und ihm geraten, sich irgendwo anders einen Job zu suchen", so Jordan im November. Außerdem bleibt Button Mercedes in gewisser Weise treu: er wechselt von einem letztjährigen Kundenteam zum diesjährigen Kundenteam, das immerhin 15 Jahre lang das Werksteam der Schwaben war.

Button hätte sich früher entscheiden sollen

Bei McLaren trifft Button auf niemand geringeres als den Weltmeister von 2008: Lewis Hamilton. Dies mache die Seite für den amtierenden Champion nicht leichter, meint Stewart. "Ich denke, er wird es schwer haben. Denn Lewis ist eines der größten Naturtalente, das ich jemals gesehen habe. Das bedeutet nicht, dass Jenson es nicht schaffen könnte, aber ich denke nicht, dass er mit so jemandem jemals in einem Team gewesen ist. Das wird für ihn eine ganz neue Erfahrung."

So oder so wäre es aus Stewarts Sicht für Button klüger gewesen bei Brawn-Mercedes zu bleiben. "Hätte er seine Entscheidung drei oder vier Wochen früher getroffen, wäre er jetzt bei Mercedes. Wäre ich an Jensons Stelle gewesen, hätte ich mich früher entschieden, ins Bett gelegt und dann meinen Winter genossen - mit dem Gefühl, dass ich ein Cockpit habe, mit dem ich mich im kommenden Jahr wohl fühle."

Fotoquelle: xpb.cc

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