Im August unternahm Schumacher mit einem 2007er-Ferrari Probefahrten

Formel 1 2010

— 11.01.2010

Schumacher testet GP2-Renner

Um sich für sein Formel-1-Comeback vorzubereiten, testet Michael Schumacher in dieser Woche in Jerez einen GP2-Boliden

In der Formel 1 darf erst ab Februar wieder getestet werden. Doch Michael Schumacher setzt sich bereits am Dienstag hinters Steuer und testet drei Tage lang auf der Strecke im spanischen Jerez. Allerdings wird der Rekordchampion keinen Formel-1-Rennwagen pilotieren, sondern ein GP2-Fahrzeug des Super-Nova-Teams. Dies melden unsere Kollegen von 'Bild.de'.

Die Motivation hinter diesem Test liegt auf der Hand. Die GP2-Serie kommt in Sachen Geschwindigkeit und Aerodynamik so nah an die Formel 1 heran wie keine andere Nachwuchsformel. Schumacher erhält somit also die Gelegenheit, ein Formel-Auto mit Slickreifen und rund 630 PS auf einer Rennstrecke zu bewegen. Gleichzeitig erhofft sich Super Nova von dem ehemaligen Ferrari-Piloten möglichst viel Feedback über den GP2-Boliden.

In den vergangenen Wochen und Monaten hat sich der künftige Mercedes-Pilot bereits bei diversen Showrennen und in seinem privaten Fitnessstudio in Form gebracht. Zudem werden bis zum Saisonstart Mitte März in Bahrain bestimmt zahlreiche Stunden im Formel-1-Simulator dazukommen. Doch die echte Fahrerfahrung auf der Rennstrecke scheint für Schumacher unerlässlich zu sein.

Im vergangenen August testete Schumacher bereits einen damals zwei Jahre alten Formel-1-Ferrari, der mit GP2-Reifen ausgestattet wurde, um das Testverbot in der "Königsklasse" zu umgehen. Damals plante der siebenfache Weltmeister sein Comeback als Ersatz für den verletzen Felipe Massa. Doch eine noch nicht ausgeheilte Nackenverletzung, die sich Schumacher bei einem Motorradsturz zugezogen hatte, verhinderte die Rückkehr in die Formel 1.

Unterdessen haben sowohl Schumacher als auch dessen Manager Willi Weber erneut bekräftigt, dass ein Ende ihrer Geschäftsbeziehung nicht in Sicht sei. Weber sei zwar laut 'Bild' am Zustandekommen des Mercedes-Vertrags nicht beteiligt gewesen, solle aber künftig bei der Suche nach Sponsoren behilflich sein. Es ist zudem davon auszugehen, dass Weber das Geschäft mit Schumacher-Fanartikeln weiterhin organisieren wird.

Fotoquelle: ABMS

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