Heikki Kovalainen wird Schumacher auf der Formel-1-Strecke begegnen

Formel 1 2010

— 11.01.2010

Kovalainen rechnet mit Duell Hamilton gegen Alonso

Lotus-Pilot Heikki Kovalainen geht von einem Titelkampf zwischen Lewis Hamilton und Fernando Alonso aus: Schumacher-Comeback wird spannend

Nach zwei Jahren im McLaren-Mercedes muss Heikki Kovalainen ab der neuen Saison vermutlich kleinere Brötchen backen. Der Finne hat neben Jarno Trulli beim neuen Lotus-Team angedockt und wird voraussichtlich zunächst intensive Aufbauarbeit leisten müssen. Der Kampf um die Spitze wird sich zwischen anderen Piloten abspielen, ist sich der bisherige Hamilton-Teamkollege sicher.

"Ich glaube, es wird ein Zweikampf zwischen Lewis und Alonso", sagt der Lotus-Pilot gegenüber 'Autosport'. "Man weiß allerdings nicht, wie sich Mercedes mit Michael Schumacher und Nico Rosberg schlagen wird. Es könnte sein, dass sie ein gutes Auto haben. Es wird auch interessant, wie sich Jenson bei McLaren einführt. Mein Gefühl sagt mir aber, dass es sich zwischen Lewis und Alonso entscheiden wird."

Der Finne, der in den vergangenen beiden Jahren oft im Schatten von Hamilton stand, denkt an zwei ganz besondere Duelle mit Superstar Michael Schumacher zurück. Beim Race of Champions konnte er den Rekordweltmeister bezwingen. "Ich habe ihn einmal beim Finale besiegt und in einem anderen Jahr waren wir gemeinsam im Halbfinale. Da hat er den Fiat Abarth beim Start abgewürgt, ich habe ihn überrundet und auf der Strecke überholt. Es steht also 2:0 für mich..."

"Mal schauen, wie es für ihn bei der Rückkehr in die Formel 1 laufen wird", sagt Kovalainen weiter. "Für den Sport ist das nur gut. Es werden hoffentlich mehr Fans an die Strecken kommen. Diese Fans brauchen wir dringend. Ich bin gespannt, wie er sich schlagen wird. Ich denke, er wird stark sein. Er würde nicht zurückkehren, wenn er sich nicht stark fühlen würde. Allerdings ist er 41 Jahre alt. Die Reaktionen lassen nach, er hat körperlich ganz bestimmt einen Nachteil. Aber sein Niveau ist trotzdem hoch."

"Wenn er nicht glauben würde, dass er um die Weltmeisterschaft kämpfen kann, dann würde ich sich mit einem Comeback gar nicht beschäftigen", schätzt der Finne, dessen Formel-1-Karriere bei Renault begann. "Wenn Lotus ein tolles Auto baut, können wir auch vorne mitfahren. Natürlich ist das aber unrealistisch, ich rechne nicht damit. Wenn wir auf Anhieb ein Auto für die Spitze bauen könnten, dann würde etwas nicht stimmen."

Fotoquelle: Lotus

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