Adrian Campos und Bruno Senna wollen in Bahrain pünktlich am Start stehen

Formel 1 2010

— 12.01.2010

Campos: "Werden beim ersten Rennen antreten"

Adrian Campos bestätigt die Suche nach neuen Investoren, aber stellt auch Bedingungen: Verträge müssen respektiert werden

Während die Neueinsteiger Lotus und Virgin augenscheinlich auf einem guten Weg sind, gibt es immer wieder Gerüchte um angebliche Probleme der Teams US F1 und Campos. Die Amerikaner werden nicht müde, immer wieder zu betonen, dass alles nach Plan laufe. Auch bei Campos überwiegt die Zuversicht. Allerdings haben die Spanier ihr Budget noch nicht beisammen.

Teamchef Adrian Campos ist kurz vor dem Beginn der ersten Testfahrten des Jahres auf der Suche nach Geld. Wie 'Motorsport-Total.com' bereits am Freitag exklusiv berichtete, will der ehemalige Formel-1-Pilot weitere Investoren an Bord holen. "Wir sprechen mit Leuten, die Anteile erwerben möchten. Wir wollen mehr Investoren haben", bestätigt Campos in der britischen 'BBC'.

"Wir suchen zwar nach Teilhabern und Investoren, aber das Projekt lebt", unterstreicht der Spanier. Auf der Liste möglicher Geldgeber steht derzeit ein Name weit oben: Tony Teixeira. Der Südafrikaner, der zuletzt die A1GP-Serie in Insolvenz gehen ließ, hat der Teambasis in Spanien angeblich einen längeren Besuch abgestattet. Teixeiras Formel-1-Gelüste sind nicht neu. Schon vor Jahren bot er beim Spyker-Verkauf mit.

"Alle sprechen über Teixeira, aber wir sprechen auch mit anderen Leuten", erklärt Adrian Campos. Ein weiterer Kandidat könnte Zoran Stefanovic sein, der sich offensiv um einen Platz in der Königsklasse bemüht und sogar Chassispläne, Getriebe und Motor von Toyota in der Hinterhand hält. Die technische Ausstattung könnte allerdings zum Problem werden.

"Ich werde meinen Anteil am Team nicht verkaufen und ich werde Teamchef bleiben. Wer als Teilhaber einsteigen will, muss alle bestehenden Verträge respektieren", sagt Campos und würde somit die Pläne von Stefan GP durchkreuzen. Denn Campos hat Verträge mit Bruno Senna, Dallara und Cosworth. Ein Toyota-Motor und ein Chassis aus Köln würden keinen Platz haben.

"Wir werden beim ersten Rennen antreten", stellt Campos klar. Nach eigener Aussage will man neben Senna einen zweiten Youngster mit finanzkräftigen Sponsoren ins Cockpit setzen. Die Namen Vitali Petrov und Pastor Maldonado stehen weit oben auf der Wunschliste. Mit dem Geld eines zweiten Paydrivers sowie den Einnahmen aus dem Vermarktungstopf von Bernie Ecclestone sei man dem angepeilten Budget "schon sehr nahe", beruhigt Campos.

Im Zuge der Berichte über mögliche neue Investoren bei Campos kam schnell das Gerücht in Umlauf, der Spanier habe seine Rechnungen nicht mehr bezahlen können. "Das stimmt nicht, zumindest gilt das nicht für uns", weist Dallara-Manager Andrea Pontremoli angebliche Zahlungsrückstände seitens Campos zurück. "Wir bauen weiter fleißig am Auto. Die Crashtests sind allesamt bestanden."

Fotoquelle: Márcio Fonseca

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