Vom Topteam zu Lotus: Heikki Kovalainen versucht einen Neuanfang

Formel 1 2010

— 13.01.2010

Kovalainen: "Will das Maximum herausholen"

Heikki Kovalainen ist nach seinem Wechsel von McLaren-Mercedes zu Lotus guter Dinge: "Das Beste noch nicht gezeigt"

Nachdem feststand, dass Heikki Kovalainen bei McLaren-Mercedes wohl kein drittes Jahr verbringen wird, war es lange Zeit ruhig um den Finnen. Der bisherige Teamkollege von Lewis Hamilton stand nach mäßigen Ergebnissen 2009 offenbar in nur wenigen Notizbüchern von Teamchefs. Doch plötzlich tauchte Kovalainen wieder auf. Er wurde gemeinsam mit Jarno Trulli als Pilot des neuen Lotus-Teams präsentiert.

Für den 28-Jährigen ist der Wechsel ein Schritt von der "Raumstation McLaren zur Baustelle Lotus". Dennoch rechnet sich der Finne gute Chancen aus. "Dass ein großes Team nicht immer schnell ist, haben wir im vergangenen Jahr gesehen", so Kovalainen gegenüber 'formula1.com'. "Wenn bei Lotus erst einmal alles sortiert ist, dann gibt es keinen Grund, der gegen gute Ergebnisse sprechen würde."

Er selbst sei in seinen zwei Jahren beim britischen Topteam gereift, habe aber nicht immer Topleistungen gezeigt. "Ich denke, das Beste habe ich noch gar nicht gezeigt. Ich habe aus dem McLaren nicht das Maximum herausgeholt. Ich habe das Gefühl, dass ich 2007 bei Renault mehr aus dem Fahrzeug geholt habe als zuletzt bei McLaren. Aber mich kümmert nicht, was die Leute denken. Ich bin entschlossen, einen guten Job für das Team zu machen."

Er sei bereits im Verlauf der vergangenen Saison von den Lotus-Verantwortlichen angesprochen worden, allerdings habe er sich zunächst mehrere Optionen offen halten wollen. Als immer mehr Möglichkeiten unsicher wurden, ging der Deal mit dem Team aus Malaysia ganz schnell. "Jarno und ich werden gut ins Bild passen. Das Team wollte zwei erfahrene Piloten, sodass wir gleich die richtige Richtung einschlagen können."

Die neue Mannschaft um Teamchef Tony Fernandes liegt nach eigener Aussage im Zeitplan, präsentiert das Auto vom Designer Mike Gascoyne jedoch erst beim dritten Test. "Wir könnten sicherlich auch früher auf die Strecke, aber dann hätten wir nicht genügend Ersatzteile", argumentiert Kovalainen. "Wenn dann etwas schiefgeht, wäre der Test vorbei. Beim dritten Test können wir das Auto richtig hart rannehmen. Ich erwarte, dass wir sofort zuverlässig sind, denn Mike Gascoyne und seine Leute haben viel Erfahrung."

Fotoquelle: Lotus

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