Christian Horner sieht dem Testauftakt mit dem neuen RB6 entspannt entgegen

Formel 1 2010

— 14.01.2010

Horner: "Der beste Weg für uns"

Red-Bull-Teamchef Christian Horner erklärt, warum der neuen RB6 erst in Jerez auf die Bahn geschickt wird: "Hat 2009 gut funktioniert"

In Valencia wird in der ersten Februarwoche deutlich weniger los sein als zunächst erhofft. Anfangs wollten die Teams gemeinsam eine Präsentation der neuen Boliden abhalten, doch dieser Event wurde gestrichen. Beim ersten Test vor der neuen Saison werden offenbar längst nicht alle Mannschaften anwesend sein. Virgin, Lotus, US F1, Campos werden mit Sicherheit fehlen, auch Red Bull steigt erst zum Jerez-Test ein.

"Im vergangenen Jahr hat es gut funktioniert", argumentiert Teamchef Christian Horner gegenüber 'Autosport'. Der erste Einsatz beim zweiten Test in Jerez sei von vornherein in die internen Abläufpläne eingearbeitet worden. Ein Start mit dem Vorjahreswagen beim Aufgalopp in Valencia ist unwahrscheinlich. "Ich bezweifele, dass wir viel dabei lernen könnten. Wir würden nur Kilometer abreißen."

Man werde zusätzlich zu den drei Tests in Jerez und Barcelona noch einen Tag für Filmaufnahmen nutzen. Solche PR-Events werden von allen Teams zu kurzen Checks neuer Elemente genutzt. Jedoch darf man bei solchen Fahrten nicht unbegrenzt lange fahren. "Die Autos haben heutzutage eine unglaubliche Standfestigkeit. Mit dem RB5 sind wir am ersten Tag 90 Runden gefahren. Wir haben das Gefühl, dass wir viele Kilometer testen können und es auch in diesem Jahr der beste Weg für uns ist."

Horner ist sich der Ansprüche im Hause Red Bull bewusst. Nachdem man mit Sebastian Vettel im vergangenen Jahr Vizeweltmeister wurde, soll nun der Titel folgen. "Unser Trumpf ist die Stabilität im Team. Das gilt für technisches Personal, für Fahrer, den Motor. Das Team hat im vergangenen Jahr sehr viel gelernt und in der zweiten Saisonhälfte hatten wir das stärkste Auto", erklärt der Teamchef voller Zuversicht. Vor allem die Kombination Vettel/Webber könne Gold wert sein.

"Ferrari und McLaren werden nach dem vergangenen Jahr nun wieder die alte Hackordnung herstellen wollen. Mercedes wird in Kombination mit Michael Schumacher sehr stark sein", warnt Horner vor viel Konkurrenz 2010. "Wir haben vollstes Vertrauen in unsere Fähigkeiten, aber alles hängt davon ab, wie es über 19 Rennen läuft. Nicht nur das Ergebnis in Bahrain zählt."

Die monatelange Unsicherheit bezüglich des künftigen Triebwerks im Heck des neuen RB6 habe die Entwicklung in keinster Weise behindert, erklärt der Brite: "Wir haben als unabhängiges Team den Vorteil, uns alle Optionen anschauen zu dürfen. Als klar wurde, dass wir Mercedes nicht bekommen, war die Verlängerung mit Renault nur logisch. Wir haben ein gutes Verhältnis zu Renault, nur gab es über deren Engagement etwas Zweifel. Durch die Motorenwahl haben wir keinerlei Zeit eingebüßt."

Fotoquelle: xpb.cc

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