Die Motoren in der Formel 1 bleiben teurer als zunächst geplant

Formel 1 2010

— 14.01.2010

Sparkurs mit Umwegen: Motoren bleiben teuer

Die Teams dürfen offenbar auch 2010 acht Motoren pro Fahrzeug verwenden: Kosten bleiben bei neun Millionen Euro - Bei Reifen wird gespart

Die Formel 1 hat sich in den vergangenen Monaten einen strikten Sparkurs verordnet. Teure exotische Materialien wurden verbannt, die Entwicklung bei wichtigen Bauteilen eingeschränkt, um die Budgets der Teams zu entlasten. Nachdem sich Ex-FIA-Boss Max Mosley mit seiner Forderung nach einer Budgetobergrenze nicht durchsetzen konnte, versprachen die Teams, die Kosten mit anderen Mitteln auf ein erträglicheres Niveau zu senken.

Ein wichtiger Schritt zum Entlastung von privaten Rennställen war das Angebot der Hersteller, die Teams mit Motoren für fünf Millionen Euro pro Saison zu beliefern. Getriebe sollten mit je 1,5 Millionen Euro pro Jahr zu Buche schlagen. Verglichen mit den tatsächlichen Entwicklungs- und Baukosten ein Spottpreis. Doch ganz so schnell lässt sich dieser Plan nun wohl nicht in die Tat umsetzen. Nach Informationen der 'auto motor und sport' soll Cosworth daran Schuld sein.

Cosworth hat das Triebwerk, welches 2010 bei gleich fünf Teams zum Einsatz kommen soll, auf Grundlage der Maschine von 2006 entwickelt. Offenbar haben die britischen Techniker allerdings Schwierigkeiten mit der Standfestigkeit der Treibsätze. Cosworth besteht darauf, dass in der neuen Saison erneut acht Motoren pro Fahrer zum Einsatz kommen dürfen. Geplant waren nur fünf Triebwerke für 19 Rennwochenenden.

Die Laufleistung beträgt bei acht Triebwerken pro Jahr rund 2.000 Kilometer. Bei einer Reduzierung auf fünf Maschinen würde sich der Wert auf rund 3.000 Kilometer erhöhen - zu viel für den Cosworth CA2010. Während die Briten den Preis von fünf Millionen Euro pro Team - möglicherweise mit Unterstützung der FIA - halten können, schauen die Hersteller in die Röhre. Mercedes, Ferrari und Renault fordern neun Millionen, die von den Kunden Red Bull, Sauber, McLaren, Toro Rosso und Force India aufgebracht werden müssen.

Auch beim Thema Getriebe konnte man sich angeblich nicht auf einen gemeinsamen Nenner einigen, sodass die Kundschaft auch in diesem Bereich wohl nicht auf das günstige Angebot für 1,5 Millionen Euro zurückgreifen kann. An anderer Stelle möchte man jedoch laut 'auto motor und sport' nun schneller auf die Kostenbremse treten als geplant.

Nach Informationen des Fachmagazins sollen die Teams pro Fahrzeug nur noch zehn Reifensätze pro Wochenende (zuvor 14) bekommen. Bridgestone könnte auf diesem Wege erhebliche Einsparungen verzeichnen, denn immerhin bräuchte man pro Saison fast 8.000 Gummis weniger. Die Japaner haben zum Ende der kommenden Saison ihren Rückzug angekündigt. Man will Bridgestone offenbar zum Weitermachen überreden, denn bislang fehlen die Alternativen.

Aber spart man bei den Reifen vielleicht am falschen Ende? Die Reduzierung der Zahl der Reifensätze pro Wochenende könnte vor allem auf den Fahrbetrieb am Freitag Auswirkungen haben. Zum Auftakt ins Rennwochenende soll jeder Pilot nur noch je einen Satz der beiden Mischungen zur Verfügung haben. Dies könnte dazu führen, dass am Freitag nur noch grundlegend wichtige Versuche unternommen werden, kaum Longruns. Denn Bridgestone gibt eine maximale Laufleistung pro Satz von 200 Kilometern an.

Fotoquelle: xpb.cc

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