Christian Horner hat ein klares Ziel: 2010 sollen die Titel gewonnen werden

Formel 1 2010

— 15.01.2010

Horner: Kontinuität als Red-Bull-Joker

Red-Bull-Teamchef Christian Horner über die Entwicklung von Sebastian Vettel, die Chancen von Mark Webber und das Comeback von Michael Schumacher

Red Bull hatte zum Ende der vergangenen Saison zweifelsfrei das schnellste Auto im Feld. Diese Tatsache macht allen Fans des Teams und der beiden Fahrer Sebastian Vettel und Mark Webber Hoffnung, dass man 2010 an dieses Niveau anschließen kann. Der neue RB6 wird erst beim zweiten Test in Jerez präsentiert, was nach Aussage des Teams von vornherein so geplant war. Teamchef Christian Horner sieht neben Technik vor allem Vettel als großen Trumpf.

"Er hat sein wahres Talent gezeigt. Er ist gereift und erwachsener geworden. Es war interessant zu beobachten, wie er sich im Verlauf des Jahres entwickelt hat", lobt der Teamchef. Horner fügt hinzu, dass bei Vettel nicht nur die fahrerischen Qualitäten überzeugen: "Er ist jung, er ist intelligent, mental sehr stark und er hat einen tollen Charakter. Er ist im Team sehr beliebt, hat einen netten Humor und ein gutes Verhältnis zu Mark."

"Bei Mark darf man nicht vergessen, welche Probleme er vor zwölf Monaten hatte, als er seinen Unfall hatte. Das Bein war gebrochen und er hatte ganz vergessen zu erzählen, dass sein Schulterblatt ebenfalls gebrochen war", schmunzelt der britische Teamchef. "Er brauchte zwei oder drei Rennen, um wieder in Form zu kommen. Es war toll, seinen ersten Sieg in Deutschland miterleben zu dürfen und vor allem die Emotionen, die nach der Zieldurchfahrt frei wurden."

"Ihn konnte dort niemand aufhalten", sagt Horner mit Blick auf die Durchfahrtsstrafe, die Webber auf dem Weg zum ersten Grand-Prix-Sieg weggesteckt hatte. "Wir sind sehr froh, dass wir bei Red Bull zwei Piloten haben, die nach strengen ethischen Grundsätzen handeln. Die beiden passen gut zusammen. Die beiden sind wirklich schnell und ergänzen sich sehr gut."

Für die kommende Saison sei ein Schlüsselfaktor, dass Red Bull in unveränderter Besetzung weitermachen könne. "Das gilt nicht nur für die Fahrer, sondern auch für das andere Personal, für Aspekte des Autos, für den Motor", erklärt Horner. "Wir sind das Topteam, welches keinerlei Veränderungen hat. Es braucht immer eine gewisse Eingewöhnungszeit, wenn ein neuer Fahrer kommt. Neue Piloten stehen schnell unter dem Druck, sofort Leistung bringen zu müssen. Wir profitieren von Kontinuität."

Während Vettel als kommender Superstar bei Red Bull mit allen Mitteln langfristig gebunden werden soll, könnte auch Webber einige Jahre an Bord bleiben. "Er muss nur so weitermachen wie 2009", erklärt der Teamchef. In der österreichischen Mannschaft geht man davon aus, dass die Qualifying-Qualitäten von Webber 2010 mit fast leeren Tanks zur Geltung kommen. "Das wird ihm liegen. Ich bin sicher, dass er stark sein wird."

Durch seine Verbindung zum Energydrink-Hersteller Red Bull kam im Winter das Gerücht auf, Kimi Räikkönen könne nach einem Jahr im Rallyesport als Ersatz für Mark Webber in die Formel 1 zurückkehren. Von einem solchen Szenario will Horner allerdings nichts wissen. "Ich glaube, dass sich Kimi voll dem Rallyesport verschrieben hat. Ich bin gespannt, wie er sich auf dem neuen Parkett schlagen wird. Er konzentriert sich auf Rallye, wir uns auf unsere Fahrer 2010."

Das Interesse gilt abseits der eigenen Mannschaft natürlich auch bei Christian Horner dem heiß erwarteten Comeback von Michael Schumacher. "Das wird faszinierend, es ist toll für die Formel 1", erklärt der Red-Bull-Teamchef. Schmunzelnd fügt er hinzu: "Als Michael in die Formel 1 kam, ging ich noch zur Schule. Er gibt also allen Hoffnung, die Angst haben, ab 40 Jahren zum alten Eisen zu gehören. Die Konkurrenz hat viel Respekt, vor allem Sebastian, der sein Freund ist. Aber auf der Strecke werden sie sich nichts schenken."

Fotoquelle: xpb.cc

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