Christian Horner hat Respekt vor allen Gegnern in der Formel 1

Formel 1 2010

— 16.01.2010

Red Bull: Respekt vor Ferrari und McLaren

Bei Red Bull gibt es nach der starken Saison 2009 ein gesundes Gemisch aus Selbstbewusstsein und Respekt vor der Konkurrenz

Seit dem vergangenen Jahr ist Red Bull endgültig in der Reihe der Topteams zu nennen. Stardesigner Adrian Newey hat aus dem gewaltigen Umbruch im Regelwerk der Formel 1 das Beste gemacht, der Red Bull RB5 war zum Ende der Saison das schnellste Auto im Feld. Das Ziel für 2010 ist klar: Man will beide Titel holen. Doch Teamchef Christian Horner sieht in Mercedes, aber auch in Ferrari und McLaren-Mercedes starke Konkurrenz.

"Man darf solche Teams nie unterschätzen. Das sind sehr, sehr starke Teams und tolle Gegner. Sie haben unglaubliche Ressourcen und waren lange Zeit die bestimmenden Mannschaften. Sie haben beide ihre eigenen Standards 2009 nicht erreicht, umso mehr werden sie sich auf 2010 konzentrieren", mahnt Horner. Selbstbewusst fügt er hinzu: "Wir haben eine starke Truppe und haben nicht nur 2009, sondern auch schon 2008 ein gutes Chassis gebaut. Sebastians Sieg in Monza hat das gezeigt."

"Red Bull mag ein junges Team sein, aber es ist gewachsen, gereift und erwachsener geworden", erklärt der britische Teamchef. "Bei allem Respekt vor unseren Gegnern: Wir glauben, dass wir im Kampf um die Vergabe der Weltmeistertitel 2010 eine gute Rolle spielen können." Auch dank des anhaltenden Engagements von Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz gebe es Planungssicherheit: "Mateschitz ist ein großer Fan der Formel 1."

Während Red Bull ein frisches, jugendliches Image in der Formel 1 präsentiert, sind andere Mannschaften in Zahlen noch deutlich jünger. Christian Horner hat die vier neuen Teams auf der Rechnung. "Man muss größte Hochachtung vor diesen Teams haben", so der Chef von Vettel. "Es ist eine riesige Aufgabe, ein Formel-1-Auto zu entwerfen, zu bauen und zu betreiben. Selbst mit unseren Ressourcen sind wir an der Grenze. Man kann sich dann ausmalen, vor welcher Aufgabe diese Teams erst stehen."

"Es ist gut, wieder mehr unabhängige Teams zu haben. Es ist auch schön, den Namen Lotus wieder in der Formel 1 zu sehen. Aber es wird eine harte Aufgabe", erklärt Horner. "Aber das haben alle gewusst, als sie sich für die Formel 1 eingeschrieben haben. Wir haben ein paar Hersteller verloren, aber die unabhängigen Teams waren immer das Rückgrat des Sports. Hoffentlich schaffen es alle nach Bahrain und halten bis zum Ende in Abu Dhabi durch."

Der Abschied von Honda, Toyota und BMW sei zwar schlimm für deren Mitarbeiter, aber "so etwas birgt immer auch Chancen", so Horner weiter. "Hoffentlich nutzen die neuen Teams diese Möglichkeiten. Die Formel 1 braucht die passende Balance aus privaten Rennteams und Herstellern. Schlimm ist, dass die Kosten in den vergangenen Jahren dermaßen in die Höhe geschossen sind. FIA, FOTA und FOM arbeiten aber gemeinsam an Lösungen."

Die eingeleiteten Sparmaßnahmen seien einem unabhängigen Team wie Red Bull sehr gut bekommen. Nur so sei der Sprung in die Riege der Topteams möglich gewesen. "Es muss aber immer eine technische Herausforderung bleiben, Mann und Maschine am absoluten Limit", erklärt Horner. "Ich sehe aber viele unnötige Ausgaben, die wir nun endlich in den Griff bekommen haben. Ich bin sicher, dass wir unter der FIA-Führung von Jean Todt gute Fortschritte machen können."

Fotoquelle: xpb.cc

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