NASCAR-Anwärter Nelson Piquet jun. weint der Formel 1 keine Träne nach

Formel 1 2010

— 19.01.2010

Piquet jun.: "Die Formel 1 hat mich krank gemacht"

Nelson Piquet jun. behauptet, dass ihm vor seinem Wechsel in die USA ein Formel-1-Team ein Angebot unterbreitet hat

Am Hungaroring hat Nelson Piquet jun. im vergangenen Sommer seinen bislang letzten Grand Prix bestritten - und es wird wohl auch sein letzter bleiben. Denn kurz nach seinem Rausschmiss bei Renault kam die "Crashgate"-Affäre ans Tageslicht, seit der der junge Brasilianer in der Formel 1 kein allzu gern gesehener Gast mehr ist.

Dennoch behauptet er: "Ich hätte dort fahren können, wenn ich gewollt hätte. Ein Team hat mir ein Angebot gemacht. Ich hatte von den ganzen Spielchen da drüben aber die Nase voll." Mit wem er verhandelt hat, verrät der künftige NASCAR-Pilot freilich nicht, gerüchteweise wurde er aber mit Campos in Verbindung gebracht. Dort dockte wenig später ausgerechnet Bruno Senna an. Die Familien Piquet und Senna waren bekanntlich noch nie gut aufeinander zu sprechen.

"Ich habe entschieden, eine neue Karriere zu beginnen und in der NASCAR eine neue Herausforderung anzunehmen", berichtet Piquet. "Für viele Menschen außerhalb der USA ist das ein Rückschritt, aber die Leute, die sich auskennen, wissen, dass die NASCAR in vielerlei Hinsicht sogar größer ist als die Formel 1. Von einem Rückschritt kann man wenn überhaupt, dann nur in technischer Hinsicht sprechen."

Der 24-Jährige, der in der GP2 gegen Konkurrenten wie Lewis Hamilton und Heikki Kovalainen gute Ergebnisse erzielt hat, diesen in der Formel 1 aber nie gerecht werden konnte, hält sich derzeit in den USA auf, wo er kürzlich einen Toyota-Tundra-NASCAR-Truck getestet hat. Die Truck-Serie ist die dritthöchste amerikanische Stockcar-Liga und soll als Einstiegsplattform dienen. Langfristig muss sein Ziel jedoch der Sprint-Cup sein.

Auf diesen Karriereweg freut er sich schon: "Ich sehe die beiden Serien nebeneinander. Es sind halt einfach unterschiedliche Autos", gibt Piquet zu Protokoll. "Das Wettbewerbsniveau und die Ernsthaftigkeit und das Business sind in beiden Serien sehr stark ausgeprägt. Die Formel 1 hat mich aber krank gemacht. Ich bekam eine sehr, sehr gute Gelegenheit, hier etwas Neues anzufangen - und jetzt bin ich hier!"

Fotoquelle: xpb.cc

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