Eric Boullier kann seinen zweiten Fahrer aus vier Kandidaten auswählen

Formel 1 2010

— 20.01.2010

Heidfeld einer von vier Renault-Kandidaten

Laut Teamchef Eric Boullier gehört Nick Heidfeld zu den Kandidaten auf das zweite Renault-Cockpit - Chancen auch für Christian Klien?

Von den "alten" Formel-1-Teams hat für die kommende Saison nur noch Renault ein Cockpit zu vergeben, wenn die Aussage von Red-Bull-Konsulent Helmut Marko stimmt, dass Jaime Alguersuari bei Toro Rosso gesetzt ist. Dementsprechend groß ist der Andrang beim französischen Rennstall, der seit Ende vergangenen Jahres mehrheitlich von Genii Capital kontrolliert wird.

Der von Genii eingesetzte Teamchef Eric Boullier führt derzeit die Fahrerverhandlungen. Am liebsten würde er diese noch im Januar abschließen, aber Entscheidung sei "ganz ehrlich" noch keine gefallen: "Wir schauen uns noch mehrere Fahrer an, die auf dem Markt verfügbar sind", erklärt der ehemalige Leiter des GP2-Teams DAMS gegenüber 'Motorsport-Total.com' und engt den Kandidatenkreis auf vier Fahrer ein: "Zwei davon sind erfahren, die anderen zwei sind Rookies."

Ein Russe, Chinese, Deutscher oder Österreicher?

Offenbar ist kein Franzose (Romain Grosjean, Sébastien Bourdais) mehr im Rennen: "Die Nationalität ist komplett offen. Es ist schon seit Jahren Politik, dass sich Renault und Partner Total nicht in sportliche Entscheidungen einmischen. Es ist Sache des Teams, darüber zu entscheiden, was das Beste für das Team ist. Unser zweiter Fahrer könnte Franzose sein, aber auch Russe, Chinese, Deutscher, Österreicher oder was immer wir auch wollen."

Der vielleicht etablierteste Pilot, der derzeit noch verfügbar wäre, ist Nick Heidfeld. Steht "Quick Nick" auf eurer Liste, Eric? "Es wäre eine Lüge, nein zu sagen", schmunzelt der Franzose. "Er ist aber schon lange Roberts Teamkollege. Die Frage ist, ob wir die beiden wieder zusammenstecken wollen. Aber ja, er steht auf unserer Liste." Der zweite Routinier, mit dem noch Gespräche geführt werden, könnte Christian Klien sein.

Zwei Rookies mit guten Chancen

Sollte die Entscheidung doch gegen einen Routinier und für einen Rookie fallen, dann würde Kubicas Teamkollege entweder Vitaly Petrov oder Ho-Pin Tung heißen. Die beiden würden auch Sponsorengelder mitbringen, was für Boullier nicht entscheidend, aber doch wichtig ist: "Erstens müssen wir wieder Ruhe und Moral finden. Zweitens brauchen wir Sponsoren. Wir warten darauf, all diese Elemente zu finden, und dann treffen wir unsere Entscheidung."

Dies soll noch vor den ersten Februar-Tests geschehen - falls nicht, wird Kubica die Entwicklungsarbeit zunächst alleine vorantreiben. Ein Shootout um das zweite Cockpit ist nicht geplant. Auch ist nicht vorgesehen, Anwärter aus Boulliers Fahrermanagementfirma Gravity zu bevorzugen: "Es wäre verrückt, das zu tun", stellt der Renault-Teamchef klar. "Als Teamchef von Renault muss ich die Interessen von Renault schützen, nicht die von Gravity."

Fotoquelle: Renault

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