Fernando Alonso durfte in Le Castellet erste Runden im Vorjahreswagen drehen

Formel 1 2010

— 21.01.2010

Wegen Dreharbeiten: Alonso im Ferrari F60

Ferrari-Neuzugang Fernando Alonso durfte bei Dreharbeiten zu einem Werbespot erste Erkenntnisse über den Vorjahreswagen sammeln

Die Testbeschränkungen in der Formel 1 sind zwar streng, aber beinhalten auch Lücken. So ist es den Teams laut Artikel 22.1.a.i des Sportlichen Reglements gestattet, zum Zwecke von Film- und Fotoaufnahmen einige Runden in aktuellen Autos zu absolvieren. Fernando Alonso durfte genau dies in den vergangenen Tagen mit einem F60 des Vorjahres tun. In Le Castellet gab es Dreharbeiten im doppelten Sinn: Die Filmcrew arbeitete am Spot und Alonso drehte am Lenkrad.

Der Event hatte sicherlich einen kommerziellen Hintergrund, denn Sponsor Santander möchte gern frühzeitig eine Kampagne mit dem spanischen Superstar im Ferrari platzieren. Der F60 war daher in neuer Lackierng zu sehen, ein erster Hinweis auf das Erscheinungsbild des neuen Boliden aus Maranello. Front- und Heckflügel sind weiß mit Santander-Schriftzug, an Heckflügelendplatten und Luftleitern hinter den Vorderrädern ist die spanische Bank ebenfalls prominent platziert.

Die Fahrten fanden zwar unter Ausschluss der Öffentlichkeit auf der südfranzösischen Strecke statt, doch einigen spanischen Medien spielte Santander erste Fotos zu. Man habe dafür die Erlaubnis des Teams erhalten, betonte Santander-Kommunikationschef Juan Manuel Cendoya in der Zeitung 'AS'. "Dieses Projekt wird ein Erfolg, völlig unabhängig von den Ergebnissen auf der Strecke", so der Bank-Manager.

"Hoffentlich kann Fernando Alonso eine Erfolgsserie mit Ferrari starten. Weil aber Ferrari hinter Coca-Cola und Google die drittstärkste Marke weltweit ist, wird unsere Bank ohnehin reichlich Aufmerksamkeit bekommen", freut sich Cendoya auf die engere Zusammenarbeit mit den Roten aus Italien. "In Spanien interessieren sich 12,5 Millionen Fans für die Formel 1. Das wird nur vom Fußball getoppt. Mit Ferrari können wir sicherlich auf 20 Millionen Fans kommen."

Auch Alonsos Teamkollegen Felipe Massa werde man weiter im Fokus halten, sagt der Santander-Manager: "Wir haben Felipe immer unterstützt. Sein Sieg wäre auch unser Sieg. Es ist doch logisch, dass wir einen Piloten seiner Nationalität unterstützen. Wir hätten gern auch mit Bruno Senna weitergemacht, wollten uns aber nicht zu breit aufstellen."

Abseits der Interessen von Santander hatten natürlich auch Alonso und das Team ihren Spaß an den Filmaufnahmen. Der zweimalige Weltmeister konnte sich in Frankreich einen Eindruck vom Vorjahresfahrzeug verschaffen. Der F60 galt als Auto, welches im Grenzbereich schwierig zu bewegen war. Alonso soll seinem Team mit viel Feedback und neuen Ideen eine Richtung für die weitere Entwicklung des Neuwagens geben. Das Modell 281 (bisheriger Arbeitstitel) soll am 28. Januar in Maranello präsentiert werden.

Fotoquelle: xpb.cc

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