Jacky Ickx hat insgesamt acht Grands-Prix- und sechs Le-Mans-Siege geholt

Formel 1 2010

— 22.01.2010

Ickx: "Er muss Rosberg zerstören"

Ex-Formel-1-Pilot Jacky Ickx über das Comeback von Michael Schumacher, die Rolle von Nico Rosberg und Unfälle im Grand-Prix-Sport

Jacky Ickx meldet sich vergleichsweise selten zu Wort. Der 65-Jährige Belgier, der immerhin 1969 und 1970 Vizeweltmeister der Formel 1 wurde, ist aber - wie viele andere - höchst gespannt auf das Comeback von Michael Schumacher. Die Rückkehr des siebenmaligen Champions sei für den Sport sehr gut, aber die Gründe für Schumachers Schritt könne er nicht vollständig nachvollziehen. "Ich vermute, sein Leben ohne Formel 1 war nicht aufregend genug", äußert Ickx in der 'Berliner Zeitung'.

"Er wirkt sehr fit, hat kein Gramm Fett auf den Rippen. Dazu ist er wieder mit Ross Brawn vereint, es fehlt eigentlich nur Jean Todt", lacht die Sportwagenlegende. Mit ernstem Gesicht fügt er an: "Die entscheidende Frage ist: Wie groß ist noch seine Risikobereitschaft? Das entscheidet über Platz eins oder zwei. Denn fahrerisch macht ihm keiner etwas vor."

"Wenn Schumacher gewinnen will, muss er Rosberg zerstören", bringt Ickx seine Meinung in markigen Worten zu verstehen. Er rechnet mit einem herzhaften Mercedes-Duell: "Sein größter Feind ist der Teamkollege. Schumacher hat immer seine Teamkollegen geschlagen: Johnny Herbert, Eddie Irvine, Rubens Barrichello. Und alle glaubten immer, sie könnten auch Weltmeister werden."

Ein Fragezeichen sieht der 65-Jährige hinter der Fitness von Schumacher, der sich bei einem Motrradunfall Anfang 2009 schwere Verletzungen zugezogen hatte. Ickx selbst hat viele Unfälle aus nächster Nähe miterlebt, zu seiner aktiven Zeit starb beispielsweise Stefan Bellof, mit welchem er in Spa-Francorchamps kollidiert war. "Man versucht es zu verdrängen, sagt sich, man ist unbesiegbar. So musst du auch denken, weil im Rennsport kein Platz für Angst ist."

"Es gab damals jedes Jahr ein, zwei tödliche Unfälle", erinnert sich Ickx. "Wenn ich die wenigen Kollegen, die die Zeit damals überlebt haben, heute treffe, fallen wir uns in die Arme und sagen uns: Wir sind Überlebende. Damals waren die Autos aus Pappe. Sie waren nur für Geschwindigkeit gebaut. Wenn es dich von der Strecke verschlug, warst du tot. Viele Unfälle von damals wären heute nicht mehr tödlich. Und auch ein Ayrton Senna würde heute noch leben."

Fotoquelle: xpb.cc

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