Nico Rosberg lässt sich von seinem Teamkollegen nicht einschüchtern

Formel 1 2010

— 24.01.2010

Selbstbewusster Rosberg will in Bahrain gewinnen

Nico Rosberg hat keine Angst, dass er bei Mercedes nur Nummer zwei sein könnte, und hofft auf einen Sieg beim Saisonauftakt

Für Nico Rosberg hätte alles so einfach sein können: Nummer eins im neuen Silberpfeil-Werksteam, als Deutscher sicher so etwas wie der sentimentale Favorit, mit Jenson Button einen Weltmeister als Stallgefährten, der aber nicht als unschlagbar gilt. Doch statt Button kam Michael Schumacher aus der Rente zurück - und plötzlich steht Rosberg nicht mehr im Rampenlicht.

Sich neben einem siebenfachen Weltmeister zu behaupten, was Performance und vor allem Standing im Team angeht, ist für einen 24-Jährigen sicher keine leichte Aufgabe. Andererseits bedeutet diese Konstellation auch eine Riesenchance, denn sollte er sich teamintern tatsächlich durchsetzen, würde dies seiner Karriere einen enormen Schub verleihen. Aus dieser Perspektive scheint der junge Deutsche die Sache zu sehen.

Zuerst mit Button gerechnet

"Es war ein - wie soll ich sagen - interessanter Winter", so Rosberg zur 'L'Èquipe'. "Einfach war er aber nicht. Ich habe bei Brawn unterschrieben, da war der Mercedes-Einstieg noch nicht sicher. Mir war das sehr wichtig, denn das gab dem Weggang von Williams Sinn. Ich dachte zuerst, dass Button mein Teamkollege sein würde, aber dann ging er zu McLaren und ich war sehr überrascht. Zu dem Zeitpunkt wurde über Michael noch nicht geredet."

Doch Angst vor dem vermeintlich übermächtigen Comeback-Superstar hat er nicht: "Im Motorsport brauchst du eine Referenz - und diese Referenz ist unglaublich! Ich habe den besten Fahrer neben mir. Mehr kann man sich nicht erträumen. Ich habe nichts zu verlieren. Neben mir ist der Referenzpunkt schlechthin in der Formel 1. Von Michael werden die Leute noch in zehn oder 15 Jahren reden. Das Wichtigste ist, dass wir gleiches Material bekommen."

Keine Selbstverständlichkeit, wenn der Teamchef Ross Brawn heißt und ein enger Schumacher-Freund ist. Doch Rosberg und sein Vater Keke waren bestimmt clever genug, im Vertrag festhalten zu lassen, dass es keine Benachteiligung geben darf. Außerdem hat Mercedes-Sportchef Norbert Haug bereits klargestellt, dass es keine Nummer eins geben wird - unabhängig von den Startnummern, die Schumacher ein wenig schmeicheln.

Hickhack um die Startnummer

Mercedes hatte die Drei nämlich ursprünglich für Rosberg vorgesehen, doch der abergläubische Schumacher bat darum, die Vier gegen die Drei eintauschen zu dürfen, weil er keine geraden Zahlen mag. So mancher Beobachter vermutet dahinter einen ersten Psychotrick des Routiniers, doch Rosberg, der für den Tausch seine Zustimmung geben musste und diese nicht verweigerte, sind solche Kleinigkeiten völlig egal.

"Wenn ich in Bahrain gewinne, was mein Ziel ist, wird sich niemand mehr um die Startnummern kümmern", winkt der langjährige Williams-Pilot ab und sagt vor dem deutsch-deutschen Stallduell im deutschen Team: "Ich weiß, dass Michael und Ross befreundet sind, daher war es mir wichtig, die Situation klarzustellen und alle Zweifel zu beseitigen, was die Gleichbehandlung angeht. Ich habe im Duell mit dem besten Rennfahrer aller Zeiten die gleichen Waffen!"

Fotoquelle: Mercedes

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