Neue Airbox: die Heckflosse des MP4-25 ragt bis zum Heckflügel

Formel 1 2010

— 29.01.2010

Der McLaren-Mercedes MP4-25: Alles ist neu

Der McLaren MP4-25 sieht ganz anders aus als das Vorgängermodell - Doppeldiffusor sorgt weiter für Diskussionen

Als Jenson Button und Lewis Hamilton das Tuch vom neuen McLaren MP4-25 zogen, staunten die beiden Champions nicht schlecht: ein aerodynamisch derart extrem gestaltetes Formel-1-Auto hatten sie wohl auch noch nie gesehen. Die Lufteinlässe an den Seitenkästen fallen sehr kantig aus und die Motorenabdeckung wurde gerade bis zum Heckflügel durchgezogen. Zwar trat McLaren in der Vergangenheit immer wieder mal mit großen Heckflossen an, aber so groß wie diejenige am Wagen des Jahrgangs 2010 war sie noch nie.

"Die Heckflosse ist zum Teil dazu da, um einen zusätzlichen Kühlkanal im Heck des Fahrzeuges unterzubringen, und teilweise die logische Weiterentwicklung des High-Downforce-Flügels, den wir im vergangenen Jahr bei Rennen wie in Monaco eingesetzt hatten", so Entwicklungsdirektor Tim Gross. Die Unterbringung der Kühlung im Heck des Wagens war durch den nun doppelt so großen Benzintank notwendig geworden.

Der Technische Direktor des Teams, Paddy Lowe, bestätigt: "Es gibt nur sehr, sehr wenige Teile in diesem Auto, die wir schon am letztjährigen hatten. Wir haben alles ein Stück weiterentwickelt. Alles, was wir neu machen konnten, haben wir etwas anders gemacht als im vergangenen Jahr. Ein paar Sachen, die am letztjährigen Auto nicht gut waren, wurden für dieses korrigiert."

Damit spricht Lowe vor allem den Diffusor des Autos an, den die McLaren-Verantwortlichen bei der heutigen Präsentation noch nicht zeigen wollten. "Dies ist das erste Auto, bei dem wir mit einem weißen Blatt Papier anfangen konnten, um die Regelinterpretation, die sich im vergangenen Jahr herauskristallisiert hat, umzusetzen. Wir haben eine ziemlich extreme Version konstruiert - womit wir sicher nicht die einzigen sein werden. Wir erwarten, dass wir ein paar ziemlich extreme Lösungen an den Autos unserer Konkurrenten sehen werden", ist sich Lowe sicher.

Doppeldiffusor sorgt weiter für Diskussionen

Davon geht man auch bei Ferrari aus. Bei der gestrigen Vorstellung des neuen F10 wollten die Italiener ihr Konzept ebenfalls noch nicht in aller Ausführlichkeit präsentieren. "Wir waren und sind davon überzeugt, dass das Doppeldiffusor-Konzept illegal ist", so Ferraris Technische Direktor Aldo Costa gegenüber der 'Gazzetta dello Sport'. "Wir glauben, dass es diesbezüglich nach wie vor viel Interpretationsspielraum gibt, da die Regeln viele Möglichkeiten zulassen."

Lowe widerspricht: "Wir denken, dass die Regelauslegung jetzt ziemlich eindeutig ist. Bei bestimmten Punkten haben wir die FIA um Rat gefragt und sie haben mit sehr klaren Interpretationen geantwortet. Wir denken, dass dies bei allen Teams so gehandhabt wurde. In Bezug auf das kollektive Verständnis der Regeln hoffen wir also auf einen viel saubereren Saisonstart als im vergangenen Jahr."

Fotoquelle: xpb.cc

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