Heikki Kovalainen ist derzeit recht häufig zu Besuch beim Lotus-Team

Formel 1 2010

— 30.01.2010

Kovalainen: "Bereit, ganz unten anzufangen"

Heikki Kovalainen weiß, dass Lotus eine Nummer kleiner ist als McLaren, blickt dem neuen Karriereabschnitt aber durchaus zuversichtlich entgegen

Nach den beiden Topteams Renault und McLaren stellt sich Heikki Kovalainen 2010 einer neuen Herausforderung: Der Finne hat beim neuen Rennstall Lotus unterschrieben, das deutlich kleiner ist als seine bisherigen Arbeitgeber. Insofern geht er mit realistischen Erwartungen, aber doch zuversichtlich in die kommende Saison.

"Ich bin bereit, ganz unten anzufangen, glaube aber, dass wir das beste der neuen Teams werden können", definiert Kovalainen im Interview mit 'auto motor und sport' die Ziele für 2010. "Und wir müssen die Leute in unserer ersten Saison davon überzeugen, dass wir ein seriöses Team sind, das Perspektiven hat." Mit dieser Aussage hält er die offizielle Lotus-Linie, die Teamchef Tony Fernandes im Dezember vorgegeben hat.

Kovalainen nimmt seinen neuen Job durchaus ernst, weil er genau weiß, dass er nach zwei wenig erfolgreichen Jahren bei McLaren, wo er im Schatten von Lewis Hamilton stand, seiner Karriere neuen Schwung verleihen muss. Diese Woche verbringt er daher einige Tage in der Lotus-Fabrik, um den Ingenieuren bei der Entwicklung des Autos über die Schulter zu schauen. Es ist bereits sein dritter Besuch beim Team.

Den angestrebten Verbleib bei McLaren hatte er bereits früh abgehakt: "Ich wusste schon im August, dass McLaren für 2010 ohne mich plant. Sie haben mir zwar die Tür bis zum Schluss offen gehalten, aber als Fahrer spürt man, wohin die Reise geht. Ich hatte das Gefühl, dass die einen anderen Fahrer gesucht haben", so der 28-Jährige. "McLaren ist ein Superteam, aber irgendwie brauchte auch ich nach zwei Jahren einen Tapetenwechsel."

Der Kulturschock sei "gar nicht so schlimm" gewesen, sagt Kovalainen: "Natürlich hat Lotus viel weniger Leute als McLaren oder Renault - zurzeit sind es 140. Das soll aber auf 250 anwachsen. Einige haben wir schon auf dem Papier, die dürfen aber erst in sechs Monaten anfangen, weil sie noch eine Sperrfrist ihres alten Arbeitgebers haben. Aber alle unsere Mitarbeiter kommen aus der Formel 1." Daher rechnet er nicht mit einer Eingewöhnungsphase.

"Keine Angst" hat der Finne vor seinem Teamkollegen Jarno Trulli, der als Superqualifyer gilt: "Mit Lewis hatte ich einen der stärksten Teamkollegen, die man sich wünschen kann, und jeder weiß, dass ich gegen ihn nicht so schlecht abgeschnitten habe, wenn man in Betracht zieht, dass sich bei McLaren alles auf Lewis konzentriert hat", meint Kovalainen, der beim Race of Champions 2004 immerhin Michael Schumacher geschlagen hat.

Froh ist er darüber, dass nun wieder der Ernst des Formel-1-Lebens beginnt. Nach dem Saisonfinale nahm er sich erstmal eine Auszeit, "um die Batterien wieder neu aufzuladen". Sein Programm bestand aus Lesen von Lotus-Geschichtsbüchern ("Beeindruckend, welche Fahrer in diesem Team gefahren sind!"), Motocrossfahrten auf zugefrorenen Seen und erst ab Dezember wieder aus körperlichem Training und Terminen für Lotus.

Fotoquelle: Lotus

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