Alle wundern sich, warum Peter Sauber weiterhin BMW im Teamnamen behält

Formel 1 2010

— 02.02.2010

BMW Sauber F1 Team: Was steckt dahinter?

Peter Sauber erhält wohl keine finanzielle Unterstützung von BMW, möchte aber andere Gelder nicht mit einer Namensänderung aufs Spiel setzen

Am Sonntag haben Kamui Kobayashi und Pedro de la Rosa in Valencia ihr Arbeitsgerät für die kommende Saison enthüllt - und dabei für einige überraschte Gesichter gesorgt: Denn der Sauber-Ferrari C29 wird offiziell BMW Sauber C29 genannt und das Team hat eigenen Angaben nach als BMW Sauber F1 Team für die Saison 2010 genannt.

Hinzu kommt, dass die traditionelle Farbgebung von BMW Motorsport zumindest auf der Nase, aber auch auf anderen Bereichen des C29 weiterhin sehr prominent vertreten ist. 'Motorsport-Total.com' stieß schon vor der Teampräsentation stets auf taube Ohren, wenn die Sprache auf dieses Thema kam, und selbst Teamchef Peter Sauber verriet im Rahmen der Pressekonferenz am Sonntag keine Details. Die Schweizer Fans tappen also völlig im Dunkeln.

Die Verwunderung ist vor allem insofern groß, als Sauber auch nicht vorhat, eine Namensänderung zu beantragen: "Vor Saisonbeginn ist keine Änderung geplant", sagt er. Das wirft die Frage auf: Bekommt ihr von BMW noch finanzielle Unterstützung oder sind lediglich das Reglement oder das Concorde-Agreement der Grund für diesen offiziellen Teamnamen?" Saubers knapp formulierte Antwort lautet: "Letzteres ist der Fall."

Solange das Team dazu keine offizielle Auskunft erteilt, kann über die genauen Hintergründe dieser seltsamen Konstellation nur gerätselt werden. Allerdings muss man kein Prophet sein, um zu erkennen, dass es in irgendeiner Form um das liebe Geld gehen dürfte. Wir vermuten: Sauber fürchtet um seinen Anspruch auf die Beteiligung am Einnahmentopf der FOM (Formula One Management), sollte er den Teamnamen im Vergleich zum Vorjahr ändern.

Wir erinnern uns: Vor einem Jahr änderte Ross Brawn den Namen seines Rennstalls von Honda auf Brawn. Von der FIA wurde die Mannschaft aus Brackley als neues Team deklariert. Brawn hatte zwar die Zusicherung von Bernie Ecclestone, die Honda zustehenden Gelder dennoch ausbezahlt zu bekommen, aber dagegen rührte sich Widerstand - angeführt von Flavio Briatore, der die 35,55 Millionen US-Dollar (25,6 Millionen Euro) lieber unter den anderen Teams aufgeteilt hätte.

Letztendlich wurde das Geld nach hitzigen Diskussionen doch an Brawn überwiesen. Gut vorstellbar aber, dass Sauber, der mit seinem derzeit noch fast komplett sponsorenbefreiten Auto ohnehin schon einen finanziellen Balanceakt hinlegen muss, ein solches Risiko gar nicht erst eingehen will. Denn solange er unter dem Namen BMW Sauber F1 Team an den Start geht, stehen ihm die Gelder aus dem FOM-Einnahmentopf auf jeden Fall zu...

Fotoquelle: xpb.cc

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