DTM-Pilot Paul di Resta darf sich an die Farben von Force India gewöhnen

Formel 1 2010

— 02.02.2010

Offiziell: Di Resta wird Force-India-Freitagsfahrer

DTM-Pilot Paul di Resta wird dritter Fahrer bei Force India und als solcher auch in den Freitagstrainings zum Einsatz kommen

Es war eines der am schlechtesten gehüteten Geheimnisse der vergangenen Wochen, nun ist es kein Geheimnis mehr: Paul di Resta, DTM-Pilot im HWA-Mercedes-Werksteam, macht den ersten Schritt in Richtung Grand-Prix-Karriere und wird Testfahrer bei Force India. Der aus Schottland stammende Brite wird damit Stallgefährte von Adrian Sutil und Vitantonio Liuzzi.

Bekannt gegeben wurde der Deal heute Mittag im verschneiten Glasgow. Die große Überraschung war nicht, dass di Resta künftig für Force India fahren wird, sondern die Tatsache, dass sein Vertrag auch die Teilnahme an Freitagstrainings beinhaltet. Auf diese Weise hat er trotz der beschränkten Testfahrten eine Chance, sich auf einen etwaigen Formel-1-Einstieg im Jahr 2011 vorzubereiten - und dabei auch gleich die Grand-Prix-Strecken zu lernen.

"Ich bin ganz aufgeregt, endlich meine Chance in der Formel 1 zu bekommen", jubelt der 23-Jährige. "Ich bin froh, meine Formel-1-Karriere bei Force India zu beginnen, einem Team mit Potenzial. Das bringt mich meinem Traum einen Schritt näher, aber ich habe noch eine Menge zu lernen. Für mich ist das die perfekte Möglichkeit, mich auf einen Grand-Prix-Einstieg vorzubereiten. Ich hoffe, dass das der Anfang einer langfristigen Beziehung zu Force India ist."

Teamchef Vijay Mallya fügt an: "Paul und J.R. Hildebrand haben beim Jerez-Test gute Arbeit geleistet. Beide haben uns beeindruckt. Pauls Potenzial war beim Test sofort ersichtlich, daher sind wir stolz, einen Fahrer seines Kalibers an Bord geholt zu haben. Er hat die richtige Einstellung, um es in der Formel 1 zu schaffen. Unser Programm erlaubt es ihm, sich ans Auto, ans Team und ans Umfeld zu gewöhnen. Ich hoffe, das wird eine fruchtbare Partnerschaft."

Dass Mercedes als Motorenlieferant von Force India die Sache ein bisschen angeschoben hat, versteht sich von selbst: "Wir waren natürlich involviert. Wir haben schon im Vorjahr Gespräche in diese Richtung geführt", bestätigt Mercedes-Sportchef Norbert Haug. "Ich finde, Paul verdient das. Er hat beim Young-Driver-Test im Dezember einen guten Job gemacht und man muss ihn beobachten. Er ist gut, sehr gut."

Fotoquelle: xpb.cc

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