Zoran Stefanovic und seine Mitarbeiter arbeiten konsequent auf Bahrain hin

Formel 1 2010

— 02.02.2010

Stefan-Team: Präsentation und Test in Portimão!

Obwohl weiterhin ohne Startplatz, macht Zoran Stefanovic ernst: Am 25. Februar wird er in Portimão sein Team präsentieren und Tests aufnehmen

Zoran Stefanovic lässt nicht locker: Obwohl er immer noch keinen fixen Startplatz für die Formel-1-Weltmeisterschaft 2010 hat, bereitet er sich mit seinem Team konsequent auf den Saisonauftakt in 40 Tagen in Bahrain vor. Der erste Container mit Material wurde bereits am Freitag verschifft; nun kündigt der Geschäftsmann auch Testfahrten an.

Am 25. Februar will Stefanovic, zu dessen Stab auch der deutsche Ex-Formel-1-Teamchef Colin Kolles gehört, in Portimão eine offizielle Präsentation abhalten und anschließend drei Tage lang testen. Dabei sollen sich zwei Fahrer abwechseln, deren Identität "schon sehr bald" gelüftet wird, heißt es. Einer der beiden Fahrer kann angeblich schon zwei Jahre Formel-1-Erfahrung vorweisen. Dabei handelt es sich um den Japaner Kazuki Nakajima.

Das Auto, das in Portimão getestet werden soll, heißt Stefan S-01, der V8-Motor Stefan RG-01. De facto handelt es sich dabei um jenes Gesamtpaket, dass die Toyota Motorsport GmbH (TMG) in Köln bis zum Ausstieg aus der Formel 1 für die Saison 2010 vorbereitet hatte. TMG wird im Anfangsstadium des Stefan-Teams auch die technische Betreuung übernehmen. Später könnte dafür eine andere Infrastruktur aufgebaut werden.

Doch so ernst es Stefanovic mit seinen Plänen auch sein mag, so ist er unverändert auf einen Startplatz angewiesen. Dieser liegt im Moment noch beim spanischen Campos-Team, das kürzlich mit Ex-A1GP-Boss Tony Teixeira einen Vertrag abgeschlossen hat. Campos/Teixeira besitzen jedoch kein rennfertiges Auto, denn Dallara hat die Zusammenarbeit mit dem Rennstall wegen nicht bezahlter Rechnungen im Januar beendet.

Da Stefanovic vorerst wegen seiner Zusammenarbeit mit TMG keinen Bedarf nach dem Dallara-Chassis hat, könnte Dallara als Retter in der Not bei US F1 einspringen, wie 'Motorsport-Total.com' von mehreren voneinander unabhängigen Quellen erfahren hat. Das würde gleich zwei Probleme von Bernie Ecclestone lösen: Erstens hätte US F1 endlich ein fertiges Auto und zweitens wäre Teixeira aus dem Spiel, den er und Ferrari nicht in der Formel 1 sehen möchten...

Fotoquelle: Stefan

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