Michael Schumacher nimmt die giftigen Äußerungen gelassen zur Kenntnis

Formel 1 2010

— 03.02.2010

Kritik an Schumacher: Nun folgen die Konter

Im Schumacher-Lager geht man souverän mit den deftigen Aussagen von Rubens Barrichello und Flavio Briatore um: Keine Probleme

Kaum ist Michael Schumacher zurück, schon sieht er sich wieder einiger Kritik ausgesetzt. Ex-Teamkollege Rubens Barrichello konnte es sich angesichts der häufigen Niederlagen gegen den Rekordweltmeister nicht verkneifen, dessen neuen Partner Nico Rosberg zur schnellen Flucht aus dem Mercedes-Team zu raten. Aus Sicht von Barrichello habe Rosberg ohnehin keine Chance, gegen den Kerpener zu bestehen - ein erneuter Nadelstich in Richtung angeblicher Teamstrategie zu Ferrarizeiten.

"Bei Ferrari hat Michael 72 Rennen gewonnen und Rubens neun. So eine Stallorder muss erst noch erfunden werden", sagt Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug in der 'BILD'. Er habe sogar ein wenig Verständnis für Barrichellos Aussage: "Vielleicht ist er ein bisschen verbittert." Auch Flavio Briatore meldete sich zu Wort und warf dem Rekordchampion nach dessen Abgang von Ferrari regelrechte "Fahnenflucht" vor.

"Ich habe mit Flavio persönlich überhaupt keine Probleme. Ich kenne ihn sehr gut, kenne seine Stärken und seine Schwächen", äußert sich Schumacher in der 'BILD' äußerst gelassen zu dem Thema. Seine Beziehung zu Briatore leide darunter keinesfalls. Die beiden hatten in gemeinsamen Benetton-Jahren 1994 und 1995 die ersten zwei Weltmeistertitel für den Deutschen gesichert.

Sogar die "Crashgate"-Affäre, die Flavio Briatore einen bitteren Abschied aus der Formel 1 bescherte, könne er seinem Ex-Teamchef verzeihen, so Schumacher weiter: "Er hat sicherlich in dem Fall die Grenze überschritten. Aber ich glaube, wir alle machen Fehler. Wenn er daraus lernt, habe ich kein Problem damit, dass er wieder zurückkommt. Flavio ist einfach eine einzigartige Persönlichkeit."

Ungeachtet der Aussagen von Barrichello und Briatore hat Schumacher sein Fitnessprogramm vorangetrieben. Am Dienstag absolvierte der Kerpener eine Tour mit dem Rennrad durch die spanische Hügellandschaft. 35 Kilometer in 90 Minuten - das klingt eher nach Gemütlichkeit. "Das war nur ein Teil seines Programms. Michael trainiert derzeit zwischen vier und sechs Stunden am Tag", stellt Mediziner Johannes Peil jedoch klar. Am Mittwoch wird Schumacher wieder im Mercedes sitzen.

Fotoquelle: xpb.cc

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